Spanische Paella mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten

von Fernwehküche

Heute habe ich ein super Fernwehrezept für euch: Spanische Paella mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten. Das spanische Nationalgericht ist im ganzen Land in den unterschiedlichsten Varianten verbreitet. Es steht für spanische Lebensfreude pur! In diesem Beitrag stelle ich euch unser liebstes Paella-Rezept vor und teile meine besten Tipps für die Zubereitung des spanischen Reisgerichts.

Spanische Paella

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Spanische Paella

Paella – ein leckeres Reisgericht mit vielen Facetten

Das spanische Reisgericht aus der Pfanne hat seinen Ursprung in Valencia und der spanischen Ostküste. Die Paella Valenciana wird traditionell mit Hühner- oder Kaninchenfleisch, Schnecken, dicken Bohnen und knackigem Gemüse zubereitet. Gewürzt wird mit Salz, Rosmarin und Safran. 

Aufgrund der großen Beliebtheit der Paella hat sich das Rezept im ganzen Land verbreitet. So entstanden mit der Zeit viele weitere traditionellen Varianten, die sich von Region zu Region zu unterscheiden. Dazu zählen beispielsweise die Paella de marisco, die mit Meeresfrüchten und/oder Fisch zubereitet wird. Oder die Paella mixta, die mit Fleisch und Meeresfrüchten verfeinert wird. Auch die vegetarische Variante Paella de verdura zählt zu den unterschiedlichen Varianten. Egal welche Variante ihr bevorzugt, drei Zutaten sind immer gleich: Reis, Safran und hochwertiges Olivenöl.

Wenn es nach den valenzianischen Köchen geht, dann ist die Paella Valenciana die einzig wahre Paella. Um dies zu bekräftigen, haben sie sogar ein eigenes Onlineportal mit dem Namen Wikipaella entwickelt. Dort findet man u.a eine Übersicht aller Restaurants in Valenzia, die die traditionell zubereitete Paella anbieten. Außerdem gibt es viele hilfreiche Tipps zur Zubereitung. Spanisch-Kenntnisse sind von Vorteil.

Meine Tipps für die Zubereitung von einer richtig guten Paella:

Im Hause Fernwehküche bereiten wir am liebsten die Paella mixta mit Meeresfrüchten und Hähnchenfleisch zu. Das Rezept ist von meinem Herzensmann, der die Paella aufgrund seiner spanischen Wurzeln einfach über alles liebt.

Eine richtig echte Paella wird im Freien auf einer großen flachen Pfanne, der sogenannten Paellera zubereitet. Alternativ kann man sie auch im Holzofen zubereiten. Das verleiht dem Gericht das typische Raucharoma. Wer zuhause über einen Gasherd verfügt, kann ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen.

Da wir leider nicht in den Luxus von Gasherd oder Holzofen kommen und auch die Zubereitung im Garten für den Alltag leider wenig praktikabel ist, helfen wir uns mit kleinen Tricks in der Küche aus. Für das Raucharoma verwenden wir z.B. Rauchsalz anstelle von Meersalz und braten die Paella in der Gusseisenpfanne an.

1. Der richtige Reis

Für eine richtig gute Paella solltet ihr nicht einfach zu irgendeinem Reis greifen. Mir kam schon oft zu Ohren, dass viele bei der Zubereitung vorzugsweise Basmati- oder Risotto-Reis verwenden. Im Hinblick auf ein optimales Geschmackserlebnis verzichtet jedoch lieber auf diese Reiswahl.

Basmati-Reis zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Langkornreissorten. Auch wenn es sich um einen lockeren und körnigen Reis handelt, so kann er leider wenig Feuchtigkeit und Geschmack aufnehmen. Deshalb wird generell empfohlen, bei der Zubereitung von Paella Rundkorn-Reis zu verwenden.

Doch ist Risotto-Reis als naheliegende Alternative die bessere Wahl? Leider lautet auch hier die Antwort: Nein eher nicht! Auch wenn die Eigenschaften von Rundkorn- und typischem Paella-Reis ähnlich sind, so hat Risotto-Reis eine höheren Stärkegehalt. Risotto-Reis muss für eine typisch cremige Konsitenz bei der Zubereitung regelmäßig umgerührt werden. Wohingegen Paella-Reis möglichst wenig in der Pfanne bewegt werden darf, damit er schön knusprig angebraten wird.

Spanischer Bomba-Reis ist die perfekte Wahl für eine gute Paella

Was ist denn aber nun der perfekte Paella-Reis? Paella-Köche empfehlen als erste Wahl den spanischen Arroz Bomba. Dieser wird in der Region rund um Valencia angebaut. Das Reiskorn kann besonders viel Geschmack aufnehmen und wird aufgrund dieser Eigenschaft sehr geschätzt. Als preiswertere Alternative verwenden die Spanien auch gerne den sog. Redondo-Reis. Dieser hat vergleichswerte Eigenschaften, ist jedoch ein wenig günstiger.

Den Bomba-Reis findet ihr in gut sortierten Supermärkten oder beim Feinkosthändler vor Ort. Alternativ kann man ihn auch im Internet bestellen. Wenn ihr keine Lust darauf habt auf Bomba-Jagd zu gehen, dann greift am Besten zu Jasminreis. Jasminreis nimmt wesentlich mehr Feuchtigkeit auf und eignet sich daher noch als beste Alternative.

2. Die richtigen Gewürze

Grundzutat für eine gelungene Paella ist Safran. Dieser wird allerdings nicht zum Würzen verwendet, sondern zum Einfärben des Reises. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Dosierung wichtig, denn Safran kann ganz schön geschmacksintensiv sein. Hier empfiehlt sich max. 3 g pro Pfanne.

Außerdem wandern Rosmarin und Salz in die typische Paella mit rein. Wie oben bereits erwähnt verwenden wir lieber Rauchsalz anstelle von Meersalz bei der Zubereitung auf dem heimischen Herd um etwas Raucharoma im Gericht nachzuahmen.

In einigen Rezepten findet sich Knoblauch und Zitronensaft auf der Liste. Paella-Köche sind allerdings der Meinung, dass Knoblauch nichts in einer guten Paella zu suchen hat. Zitronensaft sollte lediglich zur Rettung einer misslungenen Paella eingesetzt werden.

3. Setzt auch qualitativ hochwertige Zutaten

Wenn uns im Alltag mal die Lust auf eine richtig leckere Paella packt, dann greifen wir auch gerne Mal zum TK-Mix. Wenn sich allerdings Besuch ankündigt, dann setzten wir auf frische Meeresfrüchte und frisches (Bio-)Fleisch vom Metzger. Die Qualität der Zutaten hat eben doch einen wesentlichen Einfluss auf das Geschmacksergebnis.

Auch in Punkto Olivenöl solltet ihr nicht an Qualität geizen und auf ein hochwertiges spanisches Olivenöl setzen. Wenn ihr dann noch frisches, knackiges Gemüse verwendet, dann wird eure Paella garantiert ein Erfolg!

Spanische Paella
Spanische Paella mixta mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
35 Min.
 

Ein leckere spanische Paella mit Hähnchenfleisch und Meeresfrüchten

Gericht: Paella
Länder & Regionen: Spanien
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Portionen: 4 Personen
Zutaten
  • 400 g Hähnchenbrustfilet frisch vom Metzger, vorzugsweise in Bio-Qualiät
  • 300 g frische Meeresfrüchte (alternativ eine Packung Meeresfrüchte-TK-Mix, ggfs. 250 g Packung)
  • 800 ml Geflügelfond (alternativ: Fischfond)
  • 250 g Arroz-Bomba (alternativ: Jasminreis)
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 kleine Zucchino (optional: Alternativ könnt ihr auch Bohnen oder Tomaten verwenden)
  • 100 g gestückte Tomaten
  • 1 Zwiebel fein gehackt
  • 3 EL spanisches Olivenöl
  • 3 g gemahlener Safran
  • 1 Zweig Rosmarin, frisch
  • 1 TL geröstetes Paprikapulver optional
  • Rauchsalz und ggfs. Pfeffer zum Abschmecken
Anleitungen
  1. Das Gemüse ordentliche waschen und fein würfeln.

  2. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel scheiden.

  3. Die Hähnchenbrust mit kaltem Wasser abbrausen, trockentupfen und in mundgerechte Würfel schneiden.

  4. Gusseisenpfanne mit 3 EL Olivenöl auf dem Herd erhitzen. Sobald das Öl heiß ist, wird das Fleisch auf niedriger Temperatur langsam gebraten bis es eine schöne Farbe (gold-braun) bekommt

  5. Anschließend die Zwiebel und das Gemüse hinzufügen und kurz mit anbraten.

  6. Dann die gestückten Tomaten und das geröstete Paprikapulver hinzufügen.

  7. Für ein optimales Geschmacksergebnis wird der Reis in Geflügelfond anstelle von Wasser gekocht. Auch hier gilt: Je besser der Geflügelfond umso besser der Geschmack der Paella. Für unsere Paella mixta verwenden wir hin und wieder auch Fischfond als Alternative. Den Fond in die Paella-Pfanne geben und aufkochen.

  8. Nachdem die Brühe eine Weile gekocht hat, kann der Reis in die Paella-Pfanne gegeben werden. Traditionell schüttet man den Reis in Kreuzform in die Pfanne. Das kann man aber machen wie man will. Anschließend werden Reis und die übrigen Zutaten gleichmäßig in der Paellapfanne durchgemischt und verteilt. Der komplette Reis sollte nun mit dem Fond bedeckt sein. Falls das nicht der Fall ist, sollte noch etwas Wasser oder Brühe nachgeschüttet werden.

    Wichtig: Ab jetzt sollte der Reis nicht mehr umgerührt werden!

  9. Die Paella mit Rauchsalz abschmecken und den Safran hinzufügen. Den Rosmarin unter kaltem Wasser abbrausen, die Blätter abzupfen und fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben.

  10. Die Paella auf mittlerer Stufe vor sich hinköcheln lassen, bis der Fond vollständig verkocht ist und der Reis schön gar ist. Damit ihr die charakteristische Kruste erhaltet, lasst ihr eure Paella noch etwas länger auf dem Herd bis ein leichtes Knistern zu hören ist. Behaltet eure Paella aber unbedingt im Auge, damit nichts anbrennt! Die untere Reisschicht sollte leicht angebraten sein, darf aber auf keinen Fall in der Pfanne einbrennen, da sonst das komplette Gericht verbrannt schmeckt.

  11. Lasst die Paella vor dem Servieren noch einige Minute in der Pfanne ruhen und lasst es euch schmecken!

Spanische Paella

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Spanische Paella
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