Caldo Verde – Die berühmte grüne Kohl-Suppe

von Fernwehküche
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Caldo Verde - Die berühmte grüne Portugieische Suppe
Caldo Verde ist die berühmte grüne Kohl-Suppe, eine weitere Nationalspeise Portugals. Die Basis ist eine Kartoffelsuppe, die mit dem typischen  „Couve Galega“ , einem grünblättrigen Kohl und Chouriço-Scheiben verfeinert wird. Couve Galega wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Allein bei dem Gedanken an Caldo Verde breitet sich bei mir eine mollige Wärme im Herzen und Magen aus.
Mmmmhm Caldo Verde! Bei Caldo Verde werden Erinnerungen von langen, durchgefeierten Nächten in Lissabon wach. Da die erste Fähre zur „Margem Sul“ erst wieder morgens gegen 06.00 Uhr fuhr und sich nach einem langanhaltenden Tanz durch Bairro Altos enge Gassen dann doch irgendwann in den frühen Morgenstunden ein ordentlicher Hunger bemerkt machte, ging es kurz vor Sonnenaufgang häufig noch in eine der unzähligen Tascas, die Ihre Türen erst im Morgengrauen für die feiernde Meute öffnen. Einmal Caldo Verde bitte!

Caldo Verde

Die Kartoffel-Grünkohl-Suppe wärmt das Herz und den Magen. Die kleinen feinen Chouriço-Scheibchen geben der Sache die richtige Würze.
Im Original wird Caldo Verde mit dem sogenannten „Couve Galega“ zubereitet. Der grünblättrige Kohl wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Die Portugiesen lieben den „Couve Galega“ – es gibt ihn in jedem Supermarkt und auf jedem Markt. Leider ist der „Couve Galega“ in Deutschland nicht im üblichen Handel erhältlich – es sei denn, man hat das unfassbare Glück einen portugiesischen Feinkostladen direkt um die Ecke zu haben. Dort ist der Kohl nämlich als Tiefkühlware vorzufinden. Vor kurzem bin ich seit langem mal wieder im Casa Portugal, in der Schwarzwaldstraße in Freiburg, vorbei gekommen und habe direkt ein bisschen auf Vorrat gekauft.

Caldo Verde

Du würdest gerne auch mal Caldo Verde nachkochen, kannst den „Couve Galega“ allerdings nirgendwo auftreiben? Dann habe ich den ultimativen Geheimtipp für dich! Als Alternative kannst du den „Couve Galega“ auch durch Grünkohl oder Kohlrabi-Blätter ersetzen. Dieser Tipp stammt aus einem Interview mit einem Portugiesischen Restaurantbesitzer, der sich im Hamburger Portugiesenviertel niedergelassen hat und sich ebenfalls Alternativen für die „Couve Galega“-Beschaffung einfallen lassen musste, um die Caldo Verde auf der Tageskarte anbieten zu können.
Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Quelle, in der das Interview erschienen ist. Ich habe es vor sehr langer Zeit einmal gelesen und mir den Tipp damals gemerkt. Die Kohlrabiblatt-Variante habe ich danach auch direkt selbst ausprobiert und muss sagen, dass sie wirklich gut mit dem Originalrezept mithalten kann. Falls du dich für die Grünkohl-Variante entscheiden solltest, würde ich mich freuen, wenn du mir über die unten stehende Kommentarfunktion von deinen Tipps und Erfahrungen berichtest.

Caldo Verde

Bei der Zubereitung des Caldo Verdes kann man eigentlich nichts falsch machen.

 

Caldo Verde
Die berühmte grüne Kohl-Suppe
Portionen: 4 Personen
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Zutaten
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 400 mg mehlige Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 l Wasser
  • 1 Chouriço in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 250 g Grünkohl oder Kohlrabiblätter
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss nach Belieben
Anleitungen
Und so geht’s
  1. Zwiebeln und Knoblauch in einem Esslöffel Öl glasig dünsten. Kartoffelstücke und Lorbeerblatt hinzugeben und kurz mitdünsten.
  2. Mit einem Liter Wasser aufgießen und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  3. Wenn die Kartoffeln weich sind, mit dem Stabmixer pürieren, sodass eine relativ dünnflüssige Creme entsteht.
  4. Die Suppe bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen.
  5. Inzwischen den Kohl vorbereiten; die Blattrippen entfernen, die Blätter zusammenrollen und in möglichst feine Streifen schneiden.
  6. Sobald die Suppe kocht, den Kohl einrühren und etwa 15 Minuten kochen, bis er ziemlich weich ist.
  7. Die Chouriço-Scheiben hinzufügen und für zwei Minuten mitkochen.
  8. Suppe von der Kochstelle nehmen und das Olivenöl einrühren, mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit etwas Muskatnuss abschmecken. In Suppentellern servieren, pro Teller ein paar Scheiben Chouriço einlegen. Ein Traum!

 

Ich hoffe, du hast beim Ausprobieren des Rezeptes genau so viel Freude wie ich!

Bom proveito

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4 Kommentare

Gertrudis 25. Juli 2019 - 17:00

Oh, man kann hier auch Grelos/Couve bekommen – wenn man einen Garten hat und sich die Samen z.B. beim Pilgern auf dem Jakobsweg besorgt. Die Pflanzen sind winterhart und anspruchslos. Mein Kohl hat erst im zweiten Jahr so richtig losgelegt, jetzt ist er fast 2 Meter hoch, und heute kommt er in den Topf, zur Feier des Jakobsfestes. Danke für das Rezept!

Reply
Fernwehküche 26. Juli 2019 - 16:08

Liebe Gertrudis,
das ist natürlich die Luxusvariante :-) Das Glück einen eigenen Garten zu besitzen, haben wir leider (noch) nicht aber die Idee die Samen auf dem Jakobsweg zu besorgen ist einfach genial! Ich bin ein kleines bisschen neidisch und wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Freude mit dem Kohl! Viel Spaß beim Nachkochen der Caldo Verde, ich hoffe sie schmeckt euch genau so gut wie uns!

Liebe Grüße,
Katrin

Reply
Franzi 21. Januar 2019 - 21:38

Klingt lecker! Für wie viele Personen ist das Rezept ausgelegt?

Reply
Fernwehküche 21. Januar 2019 - 22:45

Oh ja, das ist es :-) Das Rezept ist für 4 Personen ausgelegt. Ich habe die Info gerade auch im Rezept aktualisiert. Viel Spaß bei. Ausprobieren!

Liebe Grüße,
Katrin

Reply

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