Bolachas de aveia, amêndoa e canela – Haferflocken-Mandel-Zimt-Kekse

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

#Portugiesisch, Süßes | 22. November 2017 | By

Vorweihnachts-Nostalgie mit Fado und Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen. Weihnachten rückt langsam näher und während in den Sozialen Medien fleißig Weihnachtsplätzchen-Rezepte gepostet werden, muss ich leider sagen, dass die vorweihnachtliche Plätzchenbacktradition in Portugal nicht zelebiert wird. Das heißt jedoch nicht, dass die Portugiesen auf leckere Kekse verzichten müssen. Heute habe ich dieses wunderbare Rezept für Haferflocken-Mandel-Zimt-Kekse für dich!
 
Es ist mal wieder Zeit für ein abendliches Portugal-Nostalgie-Programm – ein bisschen Fado auf die Ohren und ab in die Fernwehküche!
 

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

Schnell, schnell Beeilung. Du eilst die Rua Alecrim hinauf, der leichte Ansteig nach Bairro Alto, vorbei am Largo de Camões, einmal rechts abbiegen in die Rua do Norte, dann gleich die nächste links in die Travessa da Espera und da ist es, direkt um die Ecke: a Tasca do Chico. Puuh, du bist außer Atem, dass es in dieser wunderbaren Stadt aber auch immer bergauf gehen muss. Es ist rappel voll, aber da gibt es noch einen freien Platz für dich – ‚que sorte‘! Was für ein Glück!
 
Du sprichst die ‚Senhores‘ am Tisch an und fragst, ob du dich dazu setzen darfst. Kein Problem, es wird noch ein bisschen zusammengerückt und du quetscht dich zwischen den Herrschaften und Tischen hindurch, um dein Plätzchen einzunehmen. Dein Blick schweift über die voll behängten Wände, an denen die Gesichter all derer bekannten Persönlichkeiten zu sehen sind, die unseren Chico schon besucht haben – Camané, Mariza, die kennst du. Dann schielst du nach oben zur vollbehangene Decke und bewunderst die Schals der unzähligen Fußballvereineine, Hmm wie viele das wohl sind? Von der Decke ist auf jeden Fall nichts mehr zu sehen.
Die Bedienung kommt und stellt den Sangria vor dir ab. Den weißen Sangria, nicht den roten. Gibt es allerdings nur im Krug. Aber das macht nichts, immerhin gehört der Abend ganz dir.
 

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

 

Chico erhebt sich und nimmt den Raum für sich ein – shhhhhhhhh. Alles verstummt.
‚Senhores e senhoras vai-se cantar o Fado‘ Meine Damen und Herren, es wird jetzt Fado gesungen. Das Licht geht aus und da sitzen sie. Die Herren mit ihrer ‚guitarra portuguesa‘, fröhliche Klänge und zugleich melancholisch. Ein Mann singt „Lisboa menina e moça“. Niemand wagt es zu sprechen (auch weil Chico einen dann sofort böse anschaut oder zurechtweist). Während der nächsten 15 Minuten wird ausschließlich den Klängen des traurig schönen Fados gelauscht.

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Tarte Pastel de Nata – Das portugiesische Puddingtörtchen Pastel de Nata in groß

Hand aufs Herz: Welche Köstlichkeit kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an Lissabon denkst? Lass mich raten: Pastel de nata?!  Auch ich bin ein großer Fan der kleinen Blätterteig-Puddingtörtchen und ich könnte mir mein Leben ohne die süßen kleinen Dinger nicht mehr vorstellen. Ich liebe es auch, die kleinen Törtchen in meiner Fernwehküche nachzubacken, aber leider muss man sich hierfür sehr viel Zeit nehmen, da die Zubereitung doch etwas aufwändiger ist. Glücklicherweise haben die Portugiesen eine Lösung für all die zeitgeplagten Menschen geschaffen, die nicht auf den Genuss von ‚Nata‘ verzichten möchten. Also genau richtig für mich! Wusstest du nämlich, dass es Pastel de Nata auch in Form einer Tarte gibt?
 

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Caldo Verde – Die berühmte grüne Kohl-Suppe

Caldo Verde

#Portugiesisch, Suppen | 14. November 2017 | By

Caldo Verde ist die berühmte grüne Kohl-Suppe, eine weitere Nationalspeise Portugals. Die Basis ist eine Kartoffelsuppe, die mit dem typischen  „Couve Galega“ , einem grünblättrigen Kohl und Chouriço-Scheiben verfeinert wird. Couve Galega wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Allein bei dem Gedanken an Caldo Verde breitet sich bei mir eine mollige Wärme im Herzen und Magen aus.
 
Mmmmhm Caldo Verde! Bei Caldo Verde werden Erinnerungen von langen, durchgefeierten Nächten in Lissabon wach. Da die erste Fähre zur „Margem Sul“ erst wieder morgens gegen 06.00 Uhr fuhr und sich nach einem langanhaltenden Tanz durch Bairro Altos enge Gassen dann doch irgendwann in den frühen Morgenstunden ein ordentlicher Hunger bemerkt machte, ging es kurz vor Sonnenaufgang häufig noch in eine der unzähligen Tascas, die Ihre Türen erst im Morgengrauen für die feiernde Meute öffnen. Einmal Caldo Verde bitte!
 

Caldo Verde

Die Kartoffel-Grünkohl-Suppe wärmt das Herz und den Magen. Die kleinen feinen Chouriço-Scheibchen geben der Sache die richtige Würze.
 
Im Original wird Caldo Verde mit dem sogenannten „Couve Galega“ zubereitet. Der grünblättrige Kohl wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Die Portugiesen lieben den „Couve Galega“ – es gibt ihn in jedem Supermarkt und auf jedem Markt. Leider ist der „Couve Galega“ in Deutschland nicht im üblichen Handel erhältlich – es sei denn, man hat das unfassbare Glück einen portugiesischen Feinkostladen direkt um die Ecke zu haben. Dort ist der Kohl nämlich als Tiefkühlware vorzufinden. Vor kurzem bin ich seit langem mal wieder im Casa Portugal, in der Schwarzwaldstraße in Freiburg, vorbei gekommen und habe direkt ein bisschen auf Vorrat gekauft.
 

Caldo Verde

Du würdest gerne auch mal Caldo Verde nachkochen, kannst den „Couve Galega“ allerdings nirgendwo auftreiben? Dann habe ich den ultimativen Geheimtipp für dich! Als Alternative kannst du den „Couve Galega“ auch durch Grünkohl oder Kohlrabi-Blätter ersetzen. Dieser Tipp stammt aus einem Interview mit einem Portugiesischen Restaurantbesitzer, der sich im Hamburger Portugiesenviertel niedergelassen hat und sich ebenfalls Alternativen für die „Couve Galega“-Beschaffung einfallen lassen musste, um die Caldo Verde auf der Tageskarte anbieten zu können.
 
Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Quelle, in der das Interview erschienen ist. Ich habe es vor sehr langer Zeit einmal gelesen und mir den Tipp damals gemerkt. Die Kohlrabiblatt-Variante habe ich danach auch direkt selbst ausprobiert und muss sagen, dass sie wirklich gut mit dem Originalrezept mithalten kann. Falls du dich für die Grünkohl-Variante entscheiden solltest, würde ich mich freuen, wenn du mir über die unten stehende Kommentarfunktion von deinen Tipps und Erfahrungen berichtest.
 

Bei der Zubereitung des Caldo Verdes kann man eigentlich nichts falsch machen.
 
Caldo Verde
Die berühmte grüne Kohl-Suppe
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Zutaten
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 400 mg mehlige Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 l Wasser
  • 1 Chouriço in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 250 g Grünkohl oder Kohlrabiblätter
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss nach Belieben
Anleitungen
Und so geht’s
  1. Zwiebeln und Knoblauch in einem Esslöffel Öl glasig dünsten. Kartoffelstücke und Lorbeerblatt hinzugeben und kurz mitdünsten.
  2. Mit einem Liter Wasser aufgießen und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  3. Wenn die Kartoffeln weich sind, mit dem Stabmixer pürieren, sodass eine relativ dünnflüssige Creme entsteht.
  4. Die Suppe bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen.
  5. Inzwischen den Kohl vorbereiten; die Blattrippen entfernen, die Blätter zusammenrollen und in möglichst feine Streifen schneiden.
  6. Sobald die Suppe kocht, den Kohl einrühren und etwa 15 Minuten kochen, bis er ziemlich weich ist.
  7. Die Chouriço-Scheiben hinzufügen und für zwei Minuten mitkochen.
  8. Suppe von der Kochstelle nehmen und das Olivenöl einrühren, mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit etwas Muskatnuss abschmecken. In Suppentellern servieren, pro Teller ein paar Scheiben Chouriço einlegen. Ein Traum!

 

Caldo Verde

Ich hoffe, du hast beim Ausprobieren des Rezeptes genau so viel Freude wie ich!

 Bom proveito

Almofadas de Salmão e Batata-Doce – Lachs-Süßkartoffel-Kissen

So schmeckt Sommer in Portugal! Der Geschmack von frischen Kräutern, eine feine Note Limette – ein Mix von verschiedenen Aromen und Empfindungen und das perfekte Rezept, das all das zusammenbringt. Almofadas de Salmão e Batata-Doce sind kleine Lach-Süßkartoffel-Küchlein, die dir den Sommer in deine Küche zurück zaubern. Ganz egal ob als Snack zwischendurch oder als Beilage zum Salat – sie schmecken einfach herrlich frisch und lecker!
 
Sommer in Portugal – der Himmel strahlend blau, die Sonnenstrahlen breiten sich über den Dächern, in den Straßen und in den schmalen Gassen aus. Es ist heiß. Richtig heiß. Ich fahre im Auto mit, das Fenster ist ganz runter gekurbelt und der warme Wind streicht mir um die Nase. Klimaanlage? Gibt es nicht.
 

Ich strecke meine Hand aus, in der Hoffnung eine frische Prise abzubekommen. Heiße Luft, die sich bewegt, aber keinerlei Abkühlung. Die Sommertage waren manchmal richtig anstrengend. Um so schöner waren die Sommernächte. Als die Sonne langsam unterging und die Temperaturen wieder erträglich wurden. Als alle nach Hause kamen – ein Bunter Haufen an Persönlichkeiten verschiedener Nationalitäten – in unser kleines Häuschen, mit dem kleinen Garten. Den Tisch draußen aufgestellt. Stühle raus getragen. Vamos jantar! Lasst uns Abendessen.Es macht so viel Spaß, sich an jene Tage zurück zu erinnern. Und nach all den Jahren fällt mir auf, dass ich es immer weniger tue. Mit der Erinnerung bekomme ich Lust auf Sommer. Nicht allzu verwunderlich an so einem grauen, tristen Tag wie heute.
 

Der Geschmack von frischen Kräutern, eine feine Note Limette – ein Mix von verschiedenen Aromen und Empfindungen und das perfekte Rezept, das all das zusammenbringt.
Mit den Almofadas de Salmão e Batata-Doce kehrt der Sommer in meine Küche zurück. Als leichtes Abendessen mit einem Salat oder als Snack zwischendurch – sie sind schnell zubereitet und können warm oder kalt verzehrt werden.

 

Almofadas de Salmão e Batata-Doce
Lachs-Süßkartoffel-Kissen
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Was du für die Lach-Süßkartoffel-Kissen benötigst
  • 300 g Süßkartoffel
  • 300 g Lachs
  • 1 Eigelb
  • Saft und Schale einer Limette
  • 2 EL gehackter Schnittlauch
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Ein bisschen Mehl
  • Ein Spritzer Olivenöl
  • Nach Belieben: 1 kleine Zwiebel
Anleitungen
Und so werden die Almofadas de Salmão e Batata-Doce zubereitet
  1. Die Süßkartoffel schälen und im Ganzen ca. 8-9 min in kochendem Wasser kochen.
  2. Aus dem Wasser nehmen, kurz abkühlen lassen und die Süßkartoffel raspeln.
  3. Die geraspelte Süßkartoffel mit dem Eigelb, den in kleine Würfel geschnittenen Lachs, dem Saft und der Schale einer Limette, ggfs. den Zwiebeln sowie dem Schnittlauch und der Petersilie in einer großen Schüssel gut miteinander vermengen.
  4. Wer mag kann das Ganze gerne noch mit ein bisschen Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder mit ein bisschen Öl einfetten.
  6. Mit den Händen kleine Bällchen formen und diese im Mehl wälzen. Dann aufs Blech geben und mit ein bisschen Olivenöl bepinseln. Bei 200° ca. 20 Minuten backen, bis sie schön fest werden.
Rezept-Anmerkungen

Die Almofadas de Salmão e Batata-Doce können warm oder kalt, als Starter oder als Hauptspeise mit einem leckeren Salat serviert werden. Für die Mittagspause ein super Snack, der sich am Abend zuvor vorbereiten lässt und ohne große Probleme mit zur Arbeit genommen werden kann.
Alternativ kannst du die Almofadas auch in der Pfanne mit ein bisschen Öl von beiden Seiten knusprig anbraten und servieren.Die Backofen-Variante ist aber sicherlich die fettfreiere Variante ;-)

 

 

Hast du auch tolle Erinnerungen gesammelt, die du gerne aufrecht erhältst? Was machst du so, um diese wieder zu beleben? Ich würde gerne davon hören, erzähl mir davon!

Bom proveito
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Arroz Doce – Portugiesischer Reispudding

#Portugiesisch, Süßes | 9. November 2017 | By

Ein Löffelchen Geborgenheit mit dem süßen Geschmack des Portugiesen-Klassikers Arroz Doce (ausgesprochen: Arroooosch Doß). Der Milchreispudding ist aus Portugal nicht weg zu denken. Arroz doce wird in jedem Restaurant als Dessert aufgetischt und wird auch gerne und oft zuhause zubereitet. Ursprünglich stammt das Rezept für Arroz Doce aus Asien und wurde durch die Brasilianer mit einer ordentlichen Prise Zimt nach Portugal gebracht. Dort hat es sehr schnell an Beliebtheit gewonnen und wurde im Laufe der Zeit zum portugiesischen Dessert-Klassiker.
 

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Bolo de batata-doce com chocolate e nozes – Süßkartoffel-Schoko-Kuchen mit Walnüssen

Süßkartoffel-Schoko-Kuchen mit Walnüssen
Ich gehe auf Süßkartoffel-Entdeckungsreise! Kommst du mit? Die Süßkartoffel ist mir das erste Mal in Portugal begegnet. Inzwischen ist sie ja auch in Deutschland heiß begehrt. Hast du Süßkartoffel schon mal in Kuchenform probiert? Nein? Dann wird es allerhöchste Zeit! Heute stelle ich das Rezept für einen köstlichen Süßkartoffel-Schoko-Kuchen mit Walnüssen vor. Mein Süßkartoffel-Geheimtipp!
 

Meine erste Begegnung mit der Süßkartoffel hatte ich 2007 in Portugal. Dort hin und wieder im Supermarkt und auf Speisekarten gesichtet, das ein oder andere Mal gekostet und gelegentlich darüber gewundert was es denn eigentlich mit dieser süßen Kartoffel, die genau genommen keine Kartoffel ist, auf sich hat.

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Chamuças – Frittierte Hack-Teigtaschen

Ein indischer Gruß aus meiner Möchtegern-Portugiesen Küche! Chamuça (spricht sich „Schamußa“, im plural „Schamußasch“aus) und ist viel mehr unter der Bezeichnung ‚Samosa‘ bekannt. Chamuça ist ein triangular-förmiges frittiertes Gebäck, das seinen Ursprung im Nahen Osten hat. Von dessen Köchen nach Indien gebracht und durch die Portugiesischen Kolonien in Goa, Damão und Dia aufgegriffen, fanden die kleinen Teigtaschen-Snacks Einzug nach Portugal.
 
Dona Zola ist ein indisches Großmütterchen, das vor vielen, vielen Jahren mit ihrer Familie nach Portugal kam. Sie lebt mit ihrem Hund Kiko im Erdgeschoss eines Reihenhaus in Corroios und verweilt tagsüber gerne mit dem kleinen Hündchen am Wohnzimmer-Fenster um die vorbeiziehenden Passanten zu beobachten – ein Pläuschchen mit den Nachbarn ist ihr immer willkommen.
 
 
Auch ich bin oft an Dona Zolas Fenster vorbeigekommen und habe mich mit ihr über das Wetter, die Nachbarn und meine Pläne für den Tag geplaudert. Darüber hinaus hatte ich das Vergnügen sie näher kennen zu lernen und durfte unter anderem in den Genuss ihrer großartigen Kochkünste gelangen. Sie macht nicht nur das beste Garnelen-Curry, das man sich vorstellen kann, sondern hat auch eine ganz neue Vorliebe für Chamuças in mir geweckt.
 
Die Chamuça (spricht sich „Schamußa“, im plural „Schamußasch“aus) und ist viel mehr unter der Bezeichnung ‚Samosa‘ bekannt. Chamuça ist ein triangular-förmiges frittiertes Gebäck, das seinen Ursprung im Nahen Osten hat. Von dessen Köchen nach Indien gebracht und durch die Portugiesischen Kolonien in Goa, Damão und Dia aufgegriffen, fanden die kleinen Teigtaschen-Snacks Einzug nach Portugal

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