Superfood-Nussriegel

Nussriegel
Ich liebe Müsliriegel! Sie zählen ohne Zweifel zu meinen Lieblingnaschereien. Lange Zeit versuchte die Lebensmittelindustrie uns an der Nase herum zu führen und hat uns erzählt, dass ein Müsli der ideale Snack für ernährungsbewusste Konsumenten ist. Klar, Müsli, Trockenfrüchte und Nüsse sind gesund, bieten wertvolle Nährstoffe, machen satt und liefern Energie. Doch leider sind industriell hergestellte Müsliriegel regelrechte Zuckerbomben und alles andere als gesund.
 
Wenn ich eins während meiner 40-Tage Zuckerfrei Challenge gelernt habe, dann das: Willst du dir sicher sein, was du zu dir nimmst, dann nimm deine Ernährung in die eigenen Hände und bereite dir deine Snacks und Mahlzeiten selbst zu. Nur so kannst du dir sicher sein, was tatsächlich in deinem Essen steckt und stellst sicher, dass eine gesunde Zwischenmahlzeit gesund bleibt und sich nicht als Zuckerfalle entpuppt. Das tolle an Müsliriegeln: Sie sind mit relativ geringem Aufwand zubereitet und bieten ganz viel Raum für Experimentierfreudigkeit und Kreativität.
 
Nussriegel
 
Mein neuster Rezeptliebling sind diese Superfood-Nussriegel, die voller gesunder Fette, Eiweiße, komplexer Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitaminen, Magnesium und Eisen nur so strotzen.

Sie bestehen zum größten Teil aus Nüssen. Schon eine kleine tägliche Portion an Nüssen trägt wesentlich zur Deckung des täglichen Nährstoff- und Vitalstoffbedarfs bei. Außerdem sind Nüsse das Superfood schlechthin: sie schützen vor Herzinfarkt und Schlaganfälle, tragen dazu bei, dass das Risiko für Diabetes und Bauchspeicheldrüsen und Darmkrebs reduziert wird und schützen das Herz und unsere Blutgefäße. Darüber hinaus fördern sie die Konzentration und die Leistungsfähigkeit des Gehirns, da sie wichtige Bausteine von Botenstoffen – Cholin und Lecithindie – liefern, die unser Gehirn für seine Arbeit benötigt.Während meiner Zuckerfrei-Challenge habe ich mir angewöhnt immer ein Tütchen Nüsse zum Snacken mit dabei zu haben. Aber manchmal, meldet sich einfach die Lust auf Abwechslung. Daher kam auf die Idee, statt Müsliriegel einfach ein paar Nussriegel zuzubereiten.
 
Zu den Nüssen habe ich dann einfach noch Kürbiskerne, Chiasamen, Gojibeeren und Kakaonibs und Datteln untergemischt. Kürbiskerne liefern eine Menge Mineralstoffe. Chiasamen sind überdurchschnittlich reich an Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Gojibeeren sind kleine Wunderfrüchtchen, die besonders viel Eisen, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E und beachtlich viel Vitamin B liefern. Kakaonibs werden aus Kakaobohnen und somit aus Rohkakao gewonnen, enthalten große Mengen an Magnesium und sogar mehr Calcium als Milch. Was ich bisher nicht wusste war, dass Raw Kakao sogar als Antidepressivum gilt, da es viele stimmungsverbessernde Wirkstoffe enthält. Die Datteln und ein pürierter Apfel liefern natürliche Süße und sind ein hervorragender Zuckerersatz, des Weiteren liefern sie zusätzliche Nährstoffe.
 
Wenn nun all diese Zutaten in Riegelform aufeinander treffen entsteht ein richtiger Powerriegel, der gesund ist und mit dem wir unserem Körper tatsächlich etwas gutes tun. Mal ganz davon abgesehen, schmecken die Nussriegel auch noch super lecker.

 

Superfood-Nussriegel
Zuckerfreie Nussriegel
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Für die Nussriegel benötigst du
  • 400 g Nüsse
  • 5 EL Haferflocken*
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • 3 EL Chiasamen
  • 2 EL Gojibeeren
  • 1 EL Kakaonibs
  • 4 getrocknete Datteln
  • 1 Msp Vanille
  • 1 TL Zimt
  • 40 g Buchweizenmehl
  • 1 Apfel
  • 4 EL Kokosöl
Optional
  • 1 TL Orangenöl
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup
  • Eine Handvoll Pistazien
Anleitungen
So werden die Nussriegel zubereitet
  1. Falls du keinen Hochleistungsmixer hast, empfiehl es sich die Datteln über Nacht in Wasser einweichen.
  2. Die Nusse grob hacken. Alle Zutaten, bis auf das Kokosöl und die Süße in einer großen Schüssel miteinander vermengen.
  3. Den Apfel schälen, entkernen und mit einem Schuss Wasser in einem kleinen Topf kurz aufkochen.
  4. Die Datteln hinzugeben und alles zusammen pürieren. Zusammen mit dem Kokosöl und optional Honig oder Ahornsirup unter die Nussmasse mischen. Alles gut miteinander vermengen.
  5. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backbleck streichen und mit etwas Kraft sehr gut fest drücken. Ich habe einen kleinen Topf verwendet um die Masse zusammenzupressen. Die Menge ist zu wenig, um ein ganzes Backblech auszufüllen. Daher ordne sie einfach im Quadrat an, sodass die Masse etwa 2 cm dick ist.
  6. Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten bei 170 Grad backen. Die Nussriegel auskühlen lassen und in Riegelform schneiden.
  7. In einer luftdichtverschlossenen Blechdose halten sich die Nussriegel gut für 2-3 Wochen, sofern sie so lange überleben ;-)
Rezept-Anmerkungen

Tipps:
Orangenöl verleihen den Nussriegeln noch eine feine fruchtige Note.
Wem die Datteln und der pürierte Apfel als Süße nicht ausreichen, kann noch 1 EL Honig oder Ahornsirup untermischen.
Ich hatte noch ein paar Pistazien übrig und diese einfach über die Müsliriegel gestreut, hatte einen hübschen optischen Effekt und schmeckt darüber hinaus auch noch sehr lecker.

Eine letzte Anmerkung:
Je feiner die Zutaten gehackt werden, desto besser hält der Müsliriegel zusammen.

 

Auf der Webseite von Zentrum der Gesundheit habe ich ein paar interessante Tipps für den Kauf von Nüssen gefunden, die mir sehr nützlich waren:
  • Achte beim Kauf von Nüssen darauf, dass diese nicht alt und schlecht sind. Das findest du heraus, indem du die Nüsse schüttelst. Sobald ein Klappergeräusch zu hören ist, ist das ein Zeichen dafür, dass die Nüsse nicht mehr gut sind. Das funktioniert vor allem beim Kauf von Nüssen in der Schale. 
  • Nüsse, die aus dem Ausland importiert werden, sind oft gebleicht oder begast. Daher am besten immer Nüsse aus heimischen Bezug kaufen.
  • Gemahlene Nüsse behalten die gleichen Nährwerte wie frische Nüsse bei, wenn sie unmittelbar nach dem Mahlen verzehrt werden. Daher liefern abgepackte gemahlene Nüsse aus dem Supermarkt keine Nährstoffe mehr oder wenn überhaupt nur einen sehr geringen Anteil im Vergleich zu frischen Nüssen. Der Grund dafür: Licht, Wärme und Feuchtigkeit lassen die wertvollen Nussfette oxidieren. Daher empfiehlt es sich sehr, stets ganze Nüsse zu kaufen und diese erst bei Bedarf zu mahlen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man im Besitz eines leistungsstarken Mixers ist.  
Du siehst, es lohnt sich auf jeden Fall ein bisschen Zeit zu investieren und Nuss- bzw. Müsliriegel selbst herzustellen. Diese sind nicht nur gesund, sondern rechnen sich auch preislich.
 
Übrigens:
Die Gojibeeren kannst du z.B. auch durch getrocknete Feigen, Cranberries oder Aprikosen ersetzten. Die Nussmischung kannst du beliebig variieren. Ich habe z.B. Pekannüsse, Cashews, Walnüsse, Mandeln und Haselnüssen gemischt. Chiasamen können z.B. durch Sesam oder geschrotete Leinsamen ersetzt werden. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!
 
Rezept ausprobiert? Dann würde ich mich freuen, wenn du unter diesem Beitrag einen Kommentar mit deinem Feedback hinterlässt. Du bist kreativ geworden und hast deinen eigenen Lieblingsriegel kreiert? Dann würde ich mich um so mehr freuen, wenn du mit mir dein Lieblingsriegelrezept teilst. Ab in die Küche und viel Spaß beim experimentieren :-)

Guten Appetit

Comments

  1. Leave a Reply

    Steffani
    5. Juli 2018

    Hervorragender Beitrag und einen wirklich schönen Blog hast du hier! Ich werde sicherlich öfter mal vorbeischauen! :)

Leave a Comment

You can use these HTML tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Besuche mich auf Instagram @fernwehkueche