Sopa Alentejana – die herzhafte Hirtensuppe aus dem Alentejo

Sopa Alentejana

#Portugiesisch, Suppen | 13. September 2018 | By

Hallo Herbst! Trotz der wundervollen Spätsommertage, die wir die letzten Tage noch erleben durften, wird es nun doch langsam Zeit sich vom Sommer zu verabschieden und den Herbst zu begrüßen. Die kühle Luft am Morgen, die uns rosige Wangen beschert, die fallenden Blätter, die sich in einer bunten Farbenpracht vor uns ausbreiten, warme Wollsocken und Kuschelpullover in die wir uns einmümmeln können und es uns mit einer Tasse Tee, einem guten Buch oder der Lieblingsserie bei Schmuddelwetter endlich wieder auf dem Sofa bequem machen können. Das sind nur ein paar Gründe dafür den Herbst zu Lieben!
 
Sopa Alentejana
 
Außerdem ist der Herbst die perfekte Jahreszeit für herzhaftes Soulfood: wärmende Suppen und Eintöpfe, selbst gebackenes Brot, deftige Aufläufe, die ganz große Kürbisliebe, heiße Maronen vom Wochenmarkt und ganz viel Apfelglück! Den Auftakt in meiner Fernwehküche macht heute diese leckere portugiesische Tomatensuppe, die aus der südlichen Region Alentejo stammt. Die Sopa Alentejana (ausgesprochen: Sopa Alentäschana) galt früher als arme Leute Essen und wurde angeblich von den Hirten, die bei Tagesanbruch zu den Weidenplätzen aufbrachen geschaffen. Mit einem Korkbehälter mit heißem Wasser im Gepäck gaben die Hirten alles in das Wasser, was sie als Zutaten bei sich trugen: trockenes Brot vom Vortag, Olivenöl, Tomaten, Knoblauch, Ei und frischer Koriander.   
 
Sopa Alentejana

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Nachgekocht: Gaspacho de Morango – Sommerliches Erdbeer-Gaspacho

Erdbeer-Gazpacho
*enthält Werbung ohne Auftrag da Buchnennung
Ihr Lieben, ich flippe aus! Diese Woche habe ich zum ersten Mal deutsche Erdbeeren im Supermarkt entdeckt und konnte nicht widerstehen. Ganz große Erdbeerliebe, wem geht es noch so? Nachdem uns das vergangene Wochenende schon eine ordentliche Prise Sommer geliefert hat, freue ich mich umso mehr auf die warme Jahreszeit! Der Duft des frühen Sommers hält an und ich werde schon ganz hibbelig, wenn ich an all die wunderbaren Erdbeer-Rezepte denke, die ich dieses Jahr ausprobieren möchte. Mit diesem Portugiesen Rezept starte ich hiermit offiziell in die Erdbeerzeit ❤
 
Ganz besonders freue ich mich wieder auf das super leckere Portugiesen-Erdbeer-Gaspacho, das ich letztes Jahr zum ersten Mal nachgekocht habe. Das Rezept stammt aus meinem Lieblingskochbuch ‚Die portugiesische Küche — A Cozinha Portuguesa‘ von Alexandra Klobouk und Rita Cortes Valente de Oliveira. Als ich dieses Buch im Laden entdeckt habe hat mein Herz Purzelbäume geschlagen. Die beiden stellen darin nicht nur über 100 großartige Rezepte vor, sondern illustrieren diese auch noch auf ganz liebevolle und zauberhafte Weise. Darüber hinaus gibt es süße kleine Geschichten und witzige Theorien zum Beispiel über die Entstehung der Namen der Rezepte. Wer neugierig geworden ist, kann hier einen Blick ins Buch werfen. Wer eine Vorliebe zur portugiesischen Küche hat und liebevoll gestaltete Bücher mag, sollte dieses Buch unbedingt in seine Sammlung aufnehmen. (*Disclaimer: Es handelt sich hierbei um eine Herzensempfehlung meinerseits und keine gesponserte Kooperation. Nichtsdestotrotz könnte der ein oder andere geschäftliche Absichten in meinen Beitrag hinein interpretieren und deshalb habe ich mich dazu entschieden, auch diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen.)
 

Erdbeer-Gazpacho

Meine Begeisterung für Gaspacho hielt sich bislang in Grenzen. Kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse war irgendwie nicht so mein Ding. Bis ich beim Durchblättern des Buches auf das Rezept von Erdbeer-Gaspacho gestoßen bin. Meine Neugier war sofort geweckt. Wenn da Erdbeeren drin sind, kann es eigentlich nur gut werden. Das aromatische rote Früchtchen versüßt einfach alles und lässt unsere Gaumen vor Freude tanzen. Also ab in die Küche und los gehts!    

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Sopa de Ervilha com Hortelã – Erbsen-Minze-Suppe

Sopa de Ervilha com Hortelã - Erbsen-Minze-Supp
Suppen sind einfach was feines – wahre Herzenswärmer, die einfach in jede Jahreszeit passen, meistens ganz fix zubereitet sind und geschmacklich für jede Menge Abwechslung sorgen. Nebenbei gesagt, ist so ein Süppchen auch die perfekte Begleitung durch die zuckerfrei Zeit. Das Erbsen-Minze-Süppchen, das ich heute in meiner Fernwehküche vorbereitet habe, passt perfekt in meinen zuckerfreien Speiseplan und macht Lust auf Frühling. Die herrlich grüne Farbe erinnert ein bisschen an Frühlingserwachen und die Kombination aus Erbse und Minze beschert uns eine frühlingshafte Leichtigkeit. Wenn da keine Frühlingsgefühle aufkommen!

 

Sopa de Ervilha com Hortelã - Erbsen-Minze-Supp

Hallo März! Während sich der Winter weiter breit macht und sich scheinbar nicht so schnell von uns verabschieden möchte, wir die Sehnsucht nach dem Frühling immer größer. Als ich gestern das Haus verlies um mich auf den Weg ins Büro zu machen, habe ich fleißig Pläne fürs Wochenende geschmiedet und mir vorgenommen, die Winterdeko zu verbannen um Platz für den Frühling in der Wohnung zu machen.
 
Auch wenn ich den Winter mag, so langsam habe ich keine Lust mehr auf die Kälte und die grauen Tage. Ich sehne mich danach meine Nase in die Sonne zu halten und mir die warmen Sonnenstrahlen über das Gesicht streichen zu lassen. Ich möchte beobachten, wie die Blumen, Bäume und Sträucher aus ihrem Winterschlaf erwachen und die Mittagspause wieder draußen verbringen können ohne mir den Allerwertesten abzufrieren.
 

Sopa de Ervilha com Hortelã - Erbsen-Minze-Supp

Gedanklich also voll auf Frühling eingestellt und in Freude darüber, dass die Temperaturen langsam wieder nach oben klettern, widme ich mich meinen alltäglichen Aufgaben auf der Arbeit. Zwischendurch ein kurzer Blick aus dem Fenster und dann Whaaaaaa! Es schneit und zwar ordentlich! Große Schneeflocken fallen munter auf die Straßen und im Handumdrehen ist alles weiß. Wird wohl erst einmal nichts mit dem Frühling.

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Caldo Verde – Die berühmte grüne Kohl-Suppe

Caldo Verde

#Portugiesisch, Suppen | 14. November 2017 | By

Caldo Verde ist die berühmte grüne Kohl-Suppe, eine weitere Nationalspeise Portugals. Die Basis ist eine Kartoffelsuppe, die mit dem typischen  „Couve Galega“ , einem grünblättrigen Kohl und Chouriço-Scheiben verfeinert wird. Couve Galega wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Allein bei dem Gedanken an Caldo Verde breitet sich bei mir eine mollige Wärme im Herzen und Magen aus.
 
Mmmmhm Caldo Verde! Bei Caldo Verde werden Erinnerungen von langen, durchgefeierten Nächten in Lissabon wach. Da die erste Fähre zur „Margem Sul“ erst wieder morgens gegen 06.00 Uhr fuhr und sich nach einem langanhaltenden Tanz durch Bairro Altos enge Gassen dann doch irgendwann in den frühen Morgenstunden ein ordentlicher Hunger bemerkt machte, ging es kurz vor Sonnenaufgang häufig noch in eine der unzähligen Tascas, die Ihre Türen erst im Morgengrauen für die feiernde Meute öffnen. Einmal Caldo Verde bitte!
 

Caldo Verde

Die Kartoffel-Grünkohl-Suppe wärmt das Herz und den Magen. Die kleinen feinen Chouriço-Scheibchen geben der Sache die richtige Würze.
 
Im Original wird Caldo Verde mit dem sogenannten „Couve Galega“ zubereitet. Der grünblättrige Kohl wächst ausschließlich in Galizien und Portugal an einer baumähnlichen Pflanze heran. Die Portugiesen lieben den „Couve Galega“ – es gibt ihn in jedem Supermarkt und auf jedem Markt. Leider ist der „Couve Galega“ in Deutschland nicht im üblichen Handel erhältlich – es sei denn, man hat das unfassbare Glück einen portugiesischen Feinkostladen direkt um die Ecke zu haben. Dort ist der Kohl nämlich als Tiefkühlware vorzufinden. Vor kurzem bin ich seit langem mal wieder im Casa Portugal, in der Schwarzwaldstraße in Freiburg, vorbei gekommen und habe direkt ein bisschen auf Vorrat gekauft.
 

Caldo Verde

Du würdest gerne auch mal Caldo Verde nachkochen, kannst den „Couve Galega“ allerdings nirgendwo auftreiben? Dann habe ich den ultimativen Geheimtipp für dich! Als Alternative kannst du den „Couve Galega“ auch durch Grünkohl oder Kohlrabi-Blätter ersetzen. Dieser Tipp stammt aus einem Interview mit einem Portugiesischen Restaurantbesitzer, der sich im Hamburger Portugiesenviertel niedergelassen hat und sich ebenfalls Alternativen für die „Couve Galega“-Beschaffung einfallen lassen musste, um die Caldo Verde auf der Tageskarte anbieten zu können.
 
Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Quelle, in der das Interview erschienen ist. Ich habe es vor sehr langer Zeit einmal gelesen und mir den Tipp damals gemerkt. Die Kohlrabiblatt-Variante habe ich danach auch direkt selbst ausprobiert und muss sagen, dass sie wirklich gut mit dem Originalrezept mithalten kann. Falls du dich für die Grünkohl-Variante entscheiden solltest, würde ich mich freuen, wenn du mir über die unten stehende Kommentarfunktion von deinen Tipps und Erfahrungen berichtest.
 

Bei der Zubereitung des Caldo Verdes kann man eigentlich nichts falsch machen.
 
Caldo Verde
Die berühmte grüne Kohl-Suppe
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Zutaten
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 400 mg mehlige Kartoffeln geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 l Wasser
  • 1 Chouriço in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 250 g Grünkohl oder Kohlrabiblätter
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss nach Belieben
Anleitungen
Und so geht’s
  1. Zwiebeln und Knoblauch in einem Esslöffel Öl glasig dünsten. Kartoffelstücke und Lorbeerblatt hinzugeben und kurz mitdünsten.
  2. Mit einem Liter Wasser aufgießen und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  3. Wenn die Kartoffeln weich sind, mit dem Stabmixer pürieren, sodass eine relativ dünnflüssige Creme entsteht.
  4. Die Suppe bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen.
  5. Inzwischen den Kohl vorbereiten; die Blattrippen entfernen, die Blätter zusammenrollen und in möglichst feine Streifen schneiden.
  6. Sobald die Suppe kocht, den Kohl einrühren und etwa 15 Minuten kochen, bis er ziemlich weich ist.
  7. Die Chouriço-Scheiben hinzufügen und für zwei Minuten mitkochen.
  8. Suppe von der Kochstelle nehmen und das Olivenöl einrühren, mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit etwas Muskatnuss abschmecken. In Suppentellern servieren, pro Teller ein paar Scheiben Chouriço einlegen. Ein Traum!

 

Caldo Verde

Ich hoffe, du hast beim Ausprobieren des Rezeptes genau so viel Freude wie ich!

 Bom proveito

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