Queijadinhas de Limão – Portugiesische Zitronentörtchen

Portugiesische Zitronen-Puddingtörtchen

#Portugiesisch, Süßes | 4. September 2018 | By

Hallo September! Der Herbst klopft langsam an die Türe, doch so richtig möchte ich mich noch nicht vom Sommer verabschieden. Deshalb weht noch einmal eine ordentliche Prise Zitrone durch meine Fernwehküche. Die Sommerfrucht kam diesen Sommer leider viel zu kurz, das muss unbedingt noch nachgeholt werden! Da musste ich sofort an die leckeren Queijadinhas de Limão denken, die euch heute mitgebracht habe. Fruchtig, süß und lecker ist die perfekte Beschreibung für die zitronigen Puddingtörtchen aus Portugal.  
 
Portugiesische Zitronen-Puddingtörtchen
 
Hin und wieder sehe ich den großen Zitronenbaum vor mir, der im Garten unserer Nachbarn stand und dessen Äste prall mit gelb leuchtenden Zitronen gefüllt waren. Damals habe ich mich oft gefragt, was man nur mit so vielen Zitronen anfangen soll. Heute wüsste ich es! Ich würde fleißig Zitronelimo und Lemon Curd zubereiten, Queijadas und Zitronenkuchen backen und meine Liebsten ganz bestimmt auch mit einem sommerlichen Zitronentiramisu oder Zitroneneis verwöhnen.     

(mehr …)

Süßkartoffelkekse

Süßkartoffelkekse
*enthält Werbung da Verlinkung auf andere Blogger
36° Grad und es wird noch heißer! Also lasst uns doch einfach den Backofen anschmeißen, auf die paar Grad mehr kommt es dann auch nicht mehr an, was? ;-) Vor kurzem habe ich auf einem meiner portugiesischen Lieblingsblogs das Rezept für diese leckeren Süßkartoffelkekse entdeckt und meine Neugierde war sofort geweckt. Nachdem ich ja bereits einen leckeren Süßkartoffel-Nuss-Kuchen gebacken habe und dabei lernen durfte, dass sich mit Süßkartoffeln auch super leckere süße Sachen zaubern lassen, bestand kein Zweifel daran, dass Süßkartoffelkekse genau so lecker sein werden.
 

Süßkartoffelkekse

Während ich das Rezept übersetzt habe, kam mir eine spontane Eingebung: Was wohl dabei rauskommt, wenn man das Rezept nach dem Clean Eating Prinzip übersetzt und in abgewandelter Form umsetzt? Das musste direkt einmal ausprobiert werden! Meine lieben Kollegen durften als Versuchskaninchen herhalten und das Resultat kam gut bei ihnen an. Wenn die Kekse im Kühlschrank aufbewahrt werden, sind diese auch noch wunderbar erfrischend – gerade richtig für die heißen Sommertage. Natürlich fehlt uns noch der Vergleich zum Originalrezept, das wird irgendwann einmal nachgeholt. Die zuckerfreie Variante wird es bei uns in Zukunft auf jeden Fall öfters geben. 

(mehr …)

Nachgemacht: Beijinhos de côco e Brigadeiros – Portugiesische Kokos- und Schoko-Trüffelpralinen ganz ohne Industriezucker

Beijinhos e brigadeiros
* Werbung ohne Auftrag (Buchempfehlung)
Welches ist derzeit dein liebstes Kochbuch?
 
Heute will ich dir eines meiner aktuellen Kochbuch-Lieblinge vorstellen: Eat Better Not Less – Around the world, das mich unter anderem wegen der tollen brasilianischen Rezepte begeistert hat, die die Schweizerin Nadia Damaso auf eine individuelle und gesündere Art und Weise interpretiert. Ihr Buch fasst Geschichten und Rezepte zusammen, die sie während eines 9-wöchigen Trips durch Länder wie Brasilien, Peru, Guatemala, Puerto Rico, Indien, Israel, Marokko, Japan, Vietnam, Kambodscha und Thailand gesammelt hat. Bereits beim ersten Durchblättern war ich vom tollen Design des Buches, den wunderschönen stimmungsvollen Bildern und wegen der leckeren Rezepte begeistert und mir war sofort klar, dass dieses Buch unbedingt meine Kochbuchsammlung schmücken muss! Der perfekte Küchenschatz für meine Fernwehküche!
 
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Kochbücher liebe? Mindestens einmal im Monat, verschanze ich mich an unserem Küchentisch mit einer großen Tasse Kaffee hinter einem Stapel Kochbücher und -zeitschriften und blättere mit Wonne durch die schön gestalteten Seiten – immer auf der Suche nach neuen Rezepten, die es noch auszuprobieren gilt oder einfach um die tollen Bildchen anzusehen. Es ist zu einem festen Ritual geworden, das sich im Laufe der Zeit etabliert hat. Um so mehr Bücher da sind, um so größer ist der Spaß und natürlich auch die Auswahl!
 

Buchempfehlung

(mehr …)

Bolinhos de côco caseiros – Portugiesische Kokosbällchen

Kokosbällchen
Es ist mal wieder an der Zeit für einen Ausflug in meine Erinnerungsküche und für eine kleine Ausnahme vom Zuckerfasten. Am Wochenende bin ich über das Rezept für die Bolinhos de côco caseiros (ausgesprochen ‚bolinjusch de koko caseirosch‘) gestolpert, das mir eine ganz lieben Portugiesenmama gegeben hat. Die Kokosbällchen zählen zu den traditionellen portugiesischen Süßigkeiten und bestehen hauptsächlich aus Zucker und Kokosraspeln. Perfekt für all die Zuckerschnütchen unter euch ;-)
 
Ich habe während meiner Zeit in Portugal so viele liebe Menschen kennengelernt, die uns herzlich und aufgeschlossen zu sich nach Hause eingeladen haben, wo sie uns in geselliger Runde stolz über ihre Kultur uns Sitten erzählten. Da nur wenige meiner Freunde zu dem Zeitpunkt eine eigene Wohnung hatten, war es üblich, dass bei solchen Einladungen die gesamte Familie anwesend war. War die Wohnung noch so klein, irgendwie wurden immer alle untergebracht. Zum Essen wurde dann der Küchentisch ausgezogen, Sitzgelegenheiten organisiert und am Ende fand man sich zwischen dem portugiesischen Herr des Hauses, dem Bruder oder der Schwester eingequetscht am Tisch wieder und die Portugiesenmama hat großzügig die portugiesische Speise auf den Tellern verteilt und die dezente Bitte ’nicht so viel‘ oder ’nur eine kleine Portion bitte‘ geflissentlich überhört. ‚Ein Löffel geht noch, du siehst aus, als ob du hunger hast!‘.
 
Kokosbällchen

(mehr …)

Quadrados de Leite com Morangos – Erdbeerige Milchschnittchen nach Portugiesenart

Erdbeer-Milchschnitten
Es geht weiter mit dem kleinen Erdbeerglück. Wer meinem Instagram-Account folgt, hat bereits mitbekommen, dass sich diese Woche in meiner Fernwehküche alles um die Erdbeere dreht. Für das sommerliche Wochenende habe ich ein neues Portugiesenrezept für dich: leckere und erdbeerige portugiesische Milchschnittchen. Der kleine Leckerbissen hat eine puddingartige Konsistenz und erinnert ein bisschen an portugiesische Queijadas. Das ursprüngliche Rezept habe ich durch eine handvoll Erdbeeren ergänzt, wodurch ein wunderbares Erdbeerträumchen entstanden ist, das perfekt in die Erdbeersaison passt.
 
Erdbeer-Milchschnitten
 
Erdbeere, auf portugiesisch Morango, übersetzt war eines der ersten Worte, die ich auf Portugiesisch gelernt habe. Es war der erste Abend, den ich mit meinem neuen WG-Mitbewohner (ein Ungar) nach meiner Ankunft im kleinen Paio Pires verbracht habe und wir haben uns damals über unser Portugiesen-Wissen ausgetauscht. Der Ungar war felsenfest davon überzeugt, dass die Portugiesen einen portugiesischen Abklatsch der Serie ‚Friends‘ ausstrahlen. Erst mal wurde gegoogelt, darüber sind wir dann bei der Serie ‚Morangos com Açucar‘, also ‚Erdbeeren mit Zucker‘ hängen geblieben. Mal davon abgesehen, dass sich die Serie auch um eine befreundete Gruppe handelte, hatten die Serienformate jedoch nichts gemein (ich sitze gerade schmunzelnd vor meinem Rechner, während ich diese Zeilen hier tippe).

(mehr …)

Schoko Mini Gugls mit Portwein-Früchten

*enthält Werbung ohne Auftrag da Unternehmensnennung
Schokolade macht glücklich, daran bestehen keine Zweifel. Wenn sie dann noch in Form von Mini Gugl auf Portwein trifft, entsteht ein wahnsinnig tolles Geschmackserlebnis für die Sinne, das du dir nicht entgehen lassen darfst!
 
Wer einen Städtetrip nach Porto plant, sollte unbedingt auch Portwein-Trinken auf die To Do Liste setzen. Denn Porto ist Namensgeber des süßen Weins, der von den Portugiesen auch Vinho do Porto oder kurz Port genannt wird. Im Nachbardorf, nur einen Katzensprung entfernt, in Vila Nova de Gaia, befindet sich das Zentrum der Portweinproduktion, in dem die aus dem nahegelegenen Douro-Tal geernteten Weintrauben, zu Port verarbeitet werden.
 

Als wir in Porto angekommen sind stand fest, dass eine Führung durch die Portwein-Keller mit anschließender Portwein-Probe auf jeden Fall Teil des Urlaubsprogramm sein wird. Während ich mich über die verschiedenen Hersteller informierte und Infos zu den Öffnungszeiten und Preise einholte, bin ich durch Zufall auf ein Rezept für die Portwein-Früchte gestoßen. Dabei kam mir sofort der Gedanke, dass diese leckere Soße sicherlich ganz wunderbar zu den Schoko-Mini-Gugls passt, die es hin und wieder bei uns zu Hause gibt. Wein und Schokolade sind ein entzückendes Dream-Team, die in der richtigen Kombination ganz wunderbar miteinander harmonieren!
 
Wieder zu Hause angekommen, hat es mich sofort in meine Fernwehküche gezogen. Frisch bewaffnet, mit einem Fläschchen Portwein, das noch flux als Urlaubserinnerung am Flughafen eingekauft wurde, musste die Rezeptidee direkt ausprobiert werden. Das Resultat war himmlisch und meine Erwartungen wurden übertroffen! Der zartherbe Geschmack der Schokolade kombiniert mit einem fruchtig-süßen Geschmack des Portweins und der leichten Säure der Beeren – eine kleine Geschmacksexplosion, die dem Gaumen schmeicheln und genau das richtige für uns Genießer ist!
 

(mehr …)

Doce de bolacha – Ein portugiesisches Kekscreme-Dessert

Kekscreme-Dessert
*Werbung ohne Auftrag da Bloggernennung
Pssst aufgepasst! Heute habe ich für euch ein Rezept für das beste Kekscreme-Dessert der Welt! Sahnig süß und cremig zart, mit einer wunderbaren Espressonote! Yummy!
 

Kekscreme-Dessert

Auf meinem Instagram-Account hatte ich vor einigen Tagen bereits von meinem Januar-Vorsatz berichtet: die Küchenvorräte müssen dringend ausgemistet werden. Es ist wirklich erstaunlich was sich im Laufe eines Jahres so alles ansammeln kann. Hier mal was mit eingekauft und da mal etwas mitgenommen und dann doch nicht benutzt. Den ein oder anderen Food-Trend ausprobiert. Die Schränke füllen sich nach und nach und so manch ein Produkt hat ein gemütliches Plätzchen gefunden, von dem es sich nicht mehr wegbewegt. Irgendwann stellt man dann fest, dass man doch immer mit wieder mit den gleichen Zutaten hantiert und der Schrank eigentlich gar nicht so voll sein muss, wie er momentan ist.

(mehr …)

Pastéis de Nata – Die berühmten portugiesischen Puddingträumchen

Pastel de nata
Wer kennt sie die kleinen portugiesischen Puddingträumchen, die einen sofort in den siebten Himmel katapultieren? Eine köstliche Puddingcreme umhüllt von einer luftig-knuspriger Blätterteigkruste – hach, allein bei dem Gedanken daran, beginnt mein Herz Purzelbäume zu schlagen. Heute wage ich mich an die Königsdisziplin der portugiesischen Patisserie heran.
 
Wer schon mal Urlaub in Lissabon gemacht hat ist garantiert in den Genuss der kleinen Puddingträumchen gekommen. Dort gibt es die nämlich an jeder Ecke. Die Pastéis de Nata haben mittlerweile die Welt erobert. Auch in Deutschland sind sie schon angekommen. Wer mal im Hamburger Portugiesenviertel unterwegs ist und dort Halt in einem der portugiesischen Cafés macht sollte dort unbedingt ein Pastel de Nata bestellen. Dazu noch ein Glas Galão und der Tag ist perfekt!
 
Ich liebe die Blätterteigtörtchen und kann mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Egal ob ich in Hamburg oder Lissabon unterwegs bin, es ist inzwischen ein festes Ritual geworden in einem der portugiesischen Cafés vorbei zu schauen und die Portugal-Saudade zu stillen. Ein Biss vom portugiesischen Glück und man ist sofort verzaubert.

Pastel de nata

Hin und wieder backe ich die Pastéis auch gerne zuhause nach. Allerdings muss man sich dafür etwas Zeit nehmen, denn die Zubereitung der Pastéis ist etwas aufwändig. Darüber hinaus ist es jedes Mal aufs neue ein kleines Backabenteuer, denn für den Backerfolg gehen viele unterschiedliche Faktoren miteinander einher.
 

Pastel de nata

(mehr …)

Leite Creme e Queijadas de Leite e Canela – Milchcreme und Milchcremetörtchen mit Zimt

Leite Creme e Queijadas

#Portugiesisch, Süßes | 26. Dezember 2017 | By

Leite Creme ist die Portugiesische Version von Crème brûlée – eine Milchcreme, die mit Eigelb und Zucker zubereitet wird und mit einer herrlichen Karamellkruste serviert wird. Queijadas de Leite e Canela sind kleine Puddingtörtchen, die ebenfalls auf einer Milchcreme-Basis zubereitet und im Wasserbad gebacken werden. Eine ordentliche Prise Zimt, darf natürlich auch nicht fehlen!
 
Willkommen bei Fernwehküches Weihnachtsspezial! Der zweite Weihnachtsfeiertag neigt sich dem Ende zu und heute möchte ich mir die Zeit nehmen um hier zwei weitere wundervolle Portugiesen-Rezepte vorzustellen. Wie bereits in den letzten beiden Posts berichtet, haben mein Liebster und ich dieses Jahr die Planung des Weihnachtsmenüs übernommen und den Weihnachtstag überwiegend in der Küche verbracht.
 

Leite Creme e Queijadas

(mehr …)

Natas do Céu – Ein himmlisches Cremedessert

Natas do Ceu

#Portugiesisch, Süßes | 23. Dezember 2017 | By

Natas do Céu (wörtlich übersetzt ‚Sahne vom Himmel‘) ist ein portugiesisches Dessert, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es schmeckt nicht nur himmlisch, es ist auch ein kleines himmlisches Kalorienbömbchen. Aber zu Weihnachten darf man da sicherlich eine kleine Ausnahme machen!
 
Ho-ho-ho ihr Lieben! Weihnachten steht vor der Tür! Hast du schon alle Geschenklein eingepackt? Ist der Weihnachtsbaum bereits geschmückt? Ich mache es mir gerade vor unserem leuchtenden Weihnachtsbaum bequem, während ich diesen neuen Post für einen weiteren Weihnachtsrezepte-Liebling vorbereite. Mein Liebster und ich haben dieses Jahr zum ersten Mal einen eigenen Weihnachtsbaum besorgt. Da wir die Weihnachtsfeiertage bei der Familie verbringen haben wir ihn bereits letztes Wochenende aufgestellt und geschmückt. Im Hintergrund läuft gerade die Weihnachtsplaylist. In der Küche breitet sich der Geruch nach frisch gekochtem Kaffee aus. Ich freue mich riesig auf ein paar ruhige und besinnliche Festtage im Kreise meiner Liebsten.
 

Natas do Ceu

Außerdem wird es eine weitere Premiere geben: Wir werden dieses Jahr zum ersten Mal das Weihnachtsmenü von A bis Z selbst ausrichten. Ich bin schon mega gespannt und könnte bereites jetzt schon loslegen. Natürlich habe ich mir bereits eine portugiesische Besonderheit für das Dessert überlegt, aber dazu die nächsten Tage mehr. Bist du zufällig noch auf der Suche nach einem leckeren Dessert für die Festtage? Psssst, dann habe ich hier etwas ganz besonderes für dich!

(mehr …)

Broas com batata doce e nozes – Weihnachtliche Süßkartoffel-Nocken

Broas

#Portugiesisch, Süßes | 17. Dezember 2017 | By

Broas (ausgesprochen: Broasch) ist ein typisch portugiesisches Weihnachtsgebäck, das es in sehr vielen unterschiedlichen Versionen gibt. Wörtlich übersetzt bedeutet Broas Brötchen – süße Brötchen also, die dir nicht nur die dir nicht nur die Weihnachtszeit versüßen, sondern auch super leicht nach zu backen sind. Für mein neustes Küchenexperiment habe ich mich für die Süßkartoffel-Nuss-Nocken entschieden.
 
Der dritte Advent klopft an unsere Tür, nur noch eine Woche bis Weihnachten! Gerade in der Weihnachtszeit kommt es mir oft so vor, als ob die Zeit nur so an einem vorbeifliegt. Alle Jahre wieder nimmt auf Arbeit der Stress neue Ausmaße an, abends wird noch kurz durch die Stadt gehetzt um hier und da noch eine Weihnachtsbesorgung zu erledigen und um das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu besorgen. Um so wichtiger wird es, sich vom vorweihnachtlichen Stress nicht zu vereinnahmen zu lassen und sich bewusste Auszeiten zu schaffen. Einfach mal innehalten.
 

Broas

(mehr …)

Aletria – Portugiesische Weihnachtsnudeln

Aletria

#Portugiesisch, Süßes | 9. Dezember 2017 | By

Heute habe ich ein weiteres Weihnachtsrezept aus Portugal für euch: Aletria – ein Nudeldessert, das an ein bisschen an den portugiesischen Milchreispudding erinnert. Aletria wird aus dünnen Fadennudeln zubereitet. Ich kannte diese bislang nur von herzhaften Rezepten und war anfangs etwas überrascht, dass sich damit auch etwas Süßes zaubern lässt. Mit Freuden wurde ich des Besseren belehrt! Aletria ist ein schmackhaftes Dessert, das traditionell zu Weihnachtszeit serviert wird. Je nach Region gibt es die süßen Nudeln in den unterschiedlichsten Varianten – mal mit mehr Nudeln, mal mit weniger, mal mit Eigelb, mal ohne. Das Rezept, das ich hier vorstelle habe ich von Freunden aus Corroios erhalten und kommt aus der Margem Sul, südlich der Tejo-Mündung gelegen.
 
Aletria habe ich an meinem zweiten Weihnachtsfest kennen gelernt. Ein weiterer Weihnachtsrezept-Klassiker, der nahezu überall am portugiesischen Weihnachtsabend serviert wird.
 

Aletria

Insgesamt hatte ich zwei Mal das Vergnügen Weihnachten in Portugal zu feiern. Es hat sich beide Male etwas surreal angefühlt. Während die Familie und Freunde Fotos aus der verschneiten Heimat schickten und von Weihnachtsmarktbesuchen, Glühweinsausen und Adventsfeiereien erzählten, sind wir am Strand entlanggeschlendert, haben die warmen Wintertage genossen und unsere Füße ins Meer gehängt. Zum zweiten Weihnachtsfest ist meine Familie eingeflogen und wir haben den Weihnachtstag in Belém verbracht. Dort sind wir ein bisschen herum gebummelt, haben den Torre de Belém und den Padrāo des Descobrimentos besucht und haben natürlich auch in der Pasteleria de Belém halt gemacht um die weltbesten Pastéis de Belém zu genießen. Für den Abend haben wir eine bunte Mischung frischen Fisch und noch ein paar ‚Keine-Ahnung-was-das-genau-ist-sieht-aber-sehr-lecker-aus‘ Sachen eingekauft.
 
Aletria - Portugiesische Weihnachtsnudeln
 
Um ein bisschen portugiesische Tradition mit meiner Familie zu teilen, habe ich Freunde nach klassischen Weihnachtsspeisen gefragt. Nachdem mir immer wieder Aletria genannt wurde, war die Entscheidung gefallen.
 

Aletria - Portugiesische Weihnachtsnudeln

Die Zubereitung von Aletria ist eigentlich ganz einfach. Leider hatte ich jedoch zu der Zeit noch keine all zu großen Erfahrungen mit der portugiesischen Küche gesammelt und meine kulinarischen Kenntnisse wurden überwiegend durch den Konsum portugiesischer Spezialitäten bestimmt.
 
Und so kam es, dass wir uns am Weihnachtsabend mit großer Motivation und sehr viel Enthusiasmus an die Zubereitung unseres Weihnachtsmenüs machten. Blöderweise mussstem wir sehr bald feststellen, dass man kein 5- Sterne-Resultat erwarten kann, wenn man eigentlich gar keine Ahnung hat, was da genau auf den Tisch kommt.
Während Papa mit dem Fisch zu Gange war und ehrfurchtsvoll kämpfte, diesen vor dem Zerfall zu bewahren, musste ich leider feststellen, dass man bei der Zubereitung von Aletria auch so einiges falsch machen kann. Glücklicherweise konnte der Hauptgang noch gerettet werden, doch auf die Aletria mussten wir leider verzichten.
 

Aletria

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Aletria bei mir nach diesem missglückten Küchenexperiment komplett in Vergessenheit geriet. Doch als ich neulich durch meinen Lieblings-Portugiesen-Feinkostladen geschlendert bin und dabei zufällig an einem Regal mit Aletria vorbei kam, hat mich die Neugierde gepackt! Rein in den Einkaufswagen, Mission Aletria gestartet!
 

Aletria - Portugiesische Weihnachtsnudeln

Schlussendlich war es dann wirklich nicht so schwer, wenn man denn nur die einzelne Schritte genau nach Rezept folgt!  Aber nun zum Rezept:

 

Aletria
Portugiesische Weihnachtsnudeln
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Zutaten
  • 500 ml Wasser und eine Prise Salz
  • Schale einer Orange
  • 2 Zimtstangen
  • 150 g Aletria Fadennudeln
  • 600 ml Milch
  • 150 g Zucker
  • 4 Eigelb
  • 1 TL Butter
  • Zimt Orangeschale oder Beeren für die Dekoration
Anleitungen
So werden die Weihnachtsnudeln zubereitet
  1. Das Wasser mit der Prise Salz, der Orangenschale und den zwei Zimtstangen in einem Topf zum kochen bringen. Sobald das Wasser kocht die Nudeln hinzugeben. Sind die Nudeln sehr lang, dann einfach in kleine Stücke brechen. Die Nudeln immer wieder mit einer Gabel umrühren um zu verhindern, dass sie am Boden einbrennen. Die Nudeln so lange kochen, bis das Wasser verdunstet ist.
  2. In einem zweiten Topf 600 ml Milch mit dem Zucker aufkochen und die gekochte Aletria mit der Orangenschale und den Zimtstangen hinzugeben. Das Ganze kurz aufkochen und dabei ständig umrühren.
  3. Nimm den Milchtopf vom Herd und nehme die Orangenschale und die Zimtstangen raus. Beides kannst du später für die Deko wiederverwenden.
  4. Im nächsten Schritt muss das Eigelb mit einem Schuss Milch verrührt werden. Die Masse etwas abkühlen lassen und das Eigelb unterrühren.
  5. Die Masse mit dem Eigelb nochmals aufkochen. Wenn die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und die Butter dazu geben. Die Masse so lange verrühren, bis sich die Butter vollständig aufgelöst hat.
  6. Jetzt muss die Aletria etwas abkühlen, dann kannst du sie in Servierschalen geben, mit Zimt, den Zimtstangen, der Orangenschale dekorieren. Bis zum Verzehr sollte die Aletria im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

Aletria - Portugiesische Weihnachtsnudeln

Ich wünsche dir einen wunderbaren zweiten Advent!

Bom proveito

Rabanadas – Portugiesische Arme Ritter

Rabanadas

#Portugiesisch, Süßes | 4. Dezember 2017 | By

Rabanadas (ausgesprochen: Rabanaaadasch) werden als traditionelles Weihnachtsgebäck serviert und sind hierzulande als Arme Ritter bekannt. In Portugal werden sie überwiegend in einer Mischung aus Ei und Milch getunkt und nach dem Frittieren mit Zimt und Zucker bestreut. Mein Lieblingsrezept ist eine weitere Variante bei der etwas Portwein zur Ei-Milch-Soße hinzugeben wird. Heute stelle ich dir beide Varianten vor.
 
Erinnerungen… Mein erstes Weihnachtsfest in Portugal. Freudige Erwartung, kindliche Aufregung und ein Hauch von Melancholie zugleich. Weit weg von der Familie, um die sich gerade während der Weihnachtszeit alles dreht. Weit weg, im strahlend schönen Portugal. Während in Deutschland oftmals der erste Schnee in der Vorweihnachtszeit fällt, scheint in Lissabon die Sonne über die Dächer hinweg. In den Abendstunden kriecht der Nebel zwischen den Häusern entlang. In der Wohnung wird es ohne Heizung kalt – richtig kalt. Es wird viel Tee gekocht, um sich ein bisschen aufzuwärmen und die Wärme wird in den Cafés und Tavernen aufgesucht, in denen sich die Leute tummeln um vor der Kälte in den eigenen vier Wänden zu fliehen.
 

Rabanadas

Festliche Weihnachtsstimmung in den Straßen von Lissabon, ein wahnsinniges Weihnachtslichter-Spektakel in den Kaufhäusern. In der Weihnachtsnacht kommen die Familien zusammen und es werden zahlreiche Speisen und Gänge aufgetischt. Nach 5 Monaten in Portugal hatte uns unsere Freundin Paula eingeladen, das Weihnachtsfest gemeinsam mit ihrer Familie zu feiern.
 
Es wurde traditionell gespeist. Als Hauptgang gab es Bacalhau mit ‚Couve Galege‘ und gekochten Kartoffeln ‚Bacalhau vom Todos‘. Zum Dessert wurden wir mit einer unglaublichen Vielfalt an Süßspeisen überwältigt. Rabanadas, Aletria, Bolo de Rei, Filhos, Pudim, Leite Creme und noch vieles, vieles mehr. Natürlich kamen wir nicht umhin, von jeder einzelnen Speise zu probieren!
 

Rabanadas

Mit dem Vorsatz irgendwann einmal all diese Köstlichkeiten einmal nach zu backen und zu kochen und ein bisschen vom portugiesischen Weihnachtsgeist hervorzurufen, habe ich heute das Rezept für die Rabanadas – die portugiesische Variante von Arme Ritter – ausprobiert.
 
Als traditionelles Weihnachtsgebäck serviert, werden sie überwiegend in einer Mischung aus Ei und Milch getunkt und nach dem Frittieren mit Zimt und Zucker bestreut. Mein Lieblingsrezept ist eine weitere Variante bei der etwas Portwein zur Ei-Milch-Soße hinzugeben wird. Heute stelle ich dir beide Varianten vor:

 

Rabanadas
Arme Ritter - das klassische Weihnachtsrezept
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Für ca. 15 Rabanadas benötigst du
  • 1 Kastenbrot Weißbrot, in fingerbreite (ca. 1,5 cm dicke) Scheiben geschnitten
  • 2 Eier
  • 1 Dose Kodensmilch
  • 300 ml Milch
  • Zimt-Zucker-Mischung
Anleitungen
So werden die klassischen Rabanadas zubereitet
  1. Vermische die Milch mit der Kodensmilch und gebe Sie in eine flache Schüssel oder in einen Suppenteller.
  2. In einer anderen flachen Schüssel oder in einem weiteren Suppenteller die Eier verquirlen.
  3. Die Brotscheiben zuerst in die Milchmischung legen und ein paar mal umdrehen.
  4. Im nächsten Schritt die Brotscheibe in die Eimasse legen und ebenfalls umdrehen.
  5. Achte hier auf die Reihenfolge der Schritte: Wird das Brot zuerst in die Eimasse gelegt, schmecken die Rabanadas nach Ei und nicht nach Kodensmilch.
  6. Bevor die Rabanadas angebraten werden, bereite einen weiteren Teller bzw. eine flache Schüssel vor und mische den Zimt-Zucker an.
  7. Butter in einer Pfanne zergehen lassen und die Rabanadas von beiden Seiten anbraten.
  8. Aus der Pfanne in die Zimt-Zucker-Mischung legen und ein paar mal umdrehen. Rabanadas haben eine ordentliche Zimt-Zucker-Kruste. Durch das Fett beim braten, haftet die Zimt-Zucker-Kruste schön an der Oberfäche der Rabanadas.
  9. Als ‚kalorienarme' Variante (wobei die Sache mit den Kalorien relativ ist ;-)) können die Rabanadas auch im Backofen zubereitet werden. Hierzu einfach eine Auflaufform mit ordentlich viel Butter einfetten, die Brotscheiben nebeneinander in die Form legen und das ganze bei 180° ca. 30 Minuten backen. Achtung: die Brotscheiben sollten nicht aufeinander gelegt werden, die kleben nämlich sonst zusammen. Außerdem sollten die Brotscheiben alle 10 Minuten umgedreht werden.
Rezept-Anmerkungen

Mein Tipp:
Ich habe bereits beide Optionen ausprobiert und muss ehrlich sagen, dass die Ofenvariante nicht wirklich für mich funktioniert hat. Die Rabanadas backen zwar schön aus, aber je nach Größe der Brotscheiben und nach der Menge, die man zubereitet, bedarf es entweder mehrerer Auflaufformen oder einer riesengroßen Form. Außerdem fehlt es dann an ‚Kleber‘ für die Zimt-Zucker-Kruste. Allerdings stehe ich auch nicht so gerne ewig vor der Pfanne, ich bin manchmal einfach zu ungeduldig und verzichte gerne auf die Warterei. Deshalb backe ich die Rabanadas inzwischen im Ofen vor und brate sie dann nur noch kurz in Butter an. Schmeckt super, das Zuckerkrustenproblem ist auch gelöst und das Leben ist ohnehin zu kurz um die Zeit mit kalorienzählen zu vergeuden ;-)

 

Rabanadas

 

Portwein-Rabanadas
Mein Rezeptliebling
Autor: Fernwehküche
Zutaten
Für die Rabanadas benötigst du
  • 500 ml Milch
  • 1/2 Kastenbrot Weißbrot, in Scheiben geschnitten
  • 1 Zimtstange
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Zucker
  • 75 ml Portwein
  • 4 Eier
  • Die Schale einer halben Biozitrone
  • Zimt-Zucker-Mischung
Für die Deko
  • Zimtstangen
  • Zitronenschale
Anleitungen
So bereitest du die Rabanadas zu
  1. In einem Topf die Milch mit dem Zucker, der Zitronenschale und der Zimtstange erhitzen und unter ständigem rühren 2 Minuten köcheln lassen.
  2. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und den Portwein unterrühren.
  3. Die Brot-Scheiben in der Milch-Portwein-Soße kurz einweichen und in einer Schüssel oder Servierschale auf die Seite stellen. Je dünner und weicher das Brot, desto schneller solltest du die Scheiben wieder aus der Flüssigkeit holen um zu verhindern dass das Brot durchweicht. Bei dickeren Scheiben solange warten, bis das Brot die Flüssigkeit aufgesogen hat.
  4. Die Eier mit einer Prise Salz aufschlagen und die Brotscheiben durch die Ei-Masse ziehen, bevor diese im Anschluss frittiert werden.
  5. In einer mit Olivenöl oder Öl erhitzten Pfanne, die eingeweichten Brotscheiben von beiden Seiten frittieren.
  6. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenrolle legen, um das überschüssige Öl abtropfen zu lassen.
  7. Die noch heißen Rabanadas mit Zimt und Zucker bestreuen.
  8. Nach Belieben vor dem Servieren mit den Zimtstangen und der Zitronenschale dekorieren.
Rezept-Anmerkungen

Die Rabanadas schmecken auch mit Honig super lecker.

 

Rabanadas

Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen ersten Advent und wünsche dir eine ruhige und stressfreie Vorweihnachtszeit.

Bom proveito

Bolachas de aveia, amêndoa e canela – Haferflocken-Mandel-Zimt-Kekse

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

#Portugiesisch, Süßes | 22. November 2017 | By

Vorweihnachts-Nostalgie mit Fado und Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen. Weihnachten rückt langsam näher und während in den Sozialen Medien fleißig Weihnachtsplätzchen-Rezepte gepostet werden, muss ich leider sagen, dass die vorweihnachtliche Plätzchenbacktradition in Portugal nicht zelebiert wird. Das heißt jedoch nicht, dass die Portugiesen auf leckere Kekse verzichten müssen. Heute habe ich dieses wunderbare Rezept für Haferflocken-Mandel-Zimt-Kekse für dich!
 
Es ist mal wieder Zeit für ein abendliches Portugal-Nostalgie-Programm – ein bisschen Fado auf die Ohren und ab in die Fernwehküche!
 

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

Schnell, schnell Beeilung. Du eilst die Rua Alecrim hinauf, der leichte Ansteig nach Bairro Alto, vorbei am Largo de Camões, einmal rechts abbiegen in die Rua do Norte, dann gleich die nächste links in die Travessa da Espera und da ist es, direkt um die Ecke: a Tasca do Chico. Puuh, du bist außer Atem, dass es in dieser wunderbaren Stadt aber auch immer bergauf gehen muss. Es ist rappel voll, aber da gibt es noch einen freien Platz für dich – ‚que sorte‘! Was für ein Glück!
 
Du sprichst die ‚Senhores‘ am Tisch an und fragst, ob du dich dazu setzen darfst. Kein Problem, es wird noch ein bisschen zusammengerückt und du quetscht dich zwischen den Herrschaften und Tischen hindurch, um dein Plätzchen einzunehmen. Dein Blick schweift über die voll behängten Wände, an denen die Gesichter all derer bekannten Persönlichkeiten zu sehen sind, die unseren Chico schon besucht haben – Camané, Mariza, die kennst du. Dann schielst du nach oben zur vollbehangene Decke und bewunderst die Schals der unzähligen Fußballvereineine, Hmm wie viele das wohl sind? Von der Decke ist auf jeden Fall nichts mehr zu sehen.
Die Bedienung kommt und stellt den Sangria vor dir ab. Den weißen Sangria, nicht den roten. Gibt es allerdings nur im Krug. Aber das macht nichts, immerhin gehört der Abend ganz dir.
 

Haferflocken-Mandel-Zimt-Keksen

 

Chico erhebt sich und nimmt den Raum für sich ein – shhhhhhhhh. Alles verstummt.
‚Senhores e senhoras vai-se cantar o Fado‘ Meine Damen und Herren, es wird jetzt Fado gesungen. Das Licht geht aus und da sitzen sie. Die Herren mit ihrer ‚guitarra portuguesa‘, fröhliche Klänge und zugleich melancholisch. Ein Mann singt „Lisboa menina e moça“. Niemand wagt es zu sprechen (auch weil Chico einen dann sofort böse anschaut oder zurechtweist). Während der nächsten 15 Minuten wird ausschließlich den Klängen des traurig schönen Fados gelauscht.

(mehr …)

Arroz Doce – Portugiesischer Reispudding

#Portugiesisch, Süßes | 9. November 2017 | By

Ein Löffelchen Geborgenheit mit dem süßen Geschmack des Portugiesen-Klassikers Arroz Doce (ausgesprochen: Arroooosch Doß). Der Milchreispudding ist aus Portugal nicht weg zu denken. Arroz doce wird in jedem Restaurant als Dessert aufgetischt und wird auch gerne und oft zuhause zubereitet. Ursprünglich stammt das Rezept für Arroz Doce aus Asien und wurde durch die Brasilianer mit einer ordentlichen Prise Zimt nach Portugal gebracht. Dort hat es sehr schnell an Beliebtheit gewonnen und wurde im Laufe der Zeit zum portugiesischen Dessert-Klassiker.
 

(mehr …)

Bolo de arroz – Der portugiesische Reis-Muffin

#Portugiesisch, Süßes | 30. Oktober 2017 | By

Der Reis-Muffin, der eigentlich kein Muffin ist – mein Star unter den Portugiesen-Klassikern! Bolo de Arroz (ausgesprochen: Bolu de Ahrrooosch) sind kleine Rührküchlein, die an Muffins erinnern und mit Reismehl gebacken werden. Sie gehören zum  traditionellem Gebäck und sind in fast jedem Café vorzufinden. Der Teig ist schön fluffig und saftig, ein Hauch Zitrone rundet das Genusserlebnis ab! Dazu ein Glas Galão und ich bin im siebten Portugiesen-Himmel.
 
Kennst du das? Der Geruch von warmen, frisch gebackenem Kuchen breitet sich langsam in der Wohnung aus. Du hängst vor dem Ofen, schielst gespannt auf dein frisch zubereitetes Werk. Während du beobachtest wie der Teig wächst und zunehmend Form gewinnt, wirst du ganz hibbelig und deine Vorfreude steigt ins Unermessliche. Dann ist es endlich so weit. Die Zeituhr klingelt, raus aus dem Ofen und abkühlen. Endlich! Meine ‚Bolos de arroz‘ sind fertig!
 
 
 
Es riecht genauso wie in der kleinen Backstube in Corroios, in der man in den frühen Morgenstunden an die Hintertür klopfen kann. Tag für Tag macht sich dort Senhor Zé an die Arbeit und wer eintritt, kann ihm direkt bei der Zubereitung von Pasteís, Queijadas und Queques zusehen. Bei Senhor Zé habe ich den ‚Bolo de arroz‘ für mich entdeckt. Fluffig, süß (aber nicht zu süß), mit einem Hauch Zitrone.

(mehr …)

Salame de chocolate com pistácio e vinho do Porto – Schoko-Salami mit Pistazie und Portwein

Schoko-Salami

#Portugiesisch, Süßes | 25. Oktober 2017 | By

Die Salame de chocolate (ausgesprochen: Salam‘ de schokolad‘) weckt bei den Portugiesen viele Kindheitserinnerungen und fällt in die Kategorie Kuchen ohne Backen. Optisch ähnelt sie einer Salami, ist aber alles andere als Wurst! Das klassische Rezept erinnert ein bisschen an kalten Hund und lässt sich vielseitig abwandeln. Heute stelle ich hier eine meiner Lieblingsvarianten vor:  Extra schokoladig, mit einem Schuss Portwein und einem Hauch Pistazie – ein wunderbares Zusammenspiel, das jeden Gaumen vor Freude hüpfen lässt. 
 
Mit der Salame de chocolate werden Erinnerungen wach.Während innerhalb der portugiesischen Blogosphäre mit der Salame de chocolate viele Kindheitserinnerungen verbunden sind, so steht die Salame für meinen allerersten Gehversuch in der portugiesischen Küche. Nachdem ich mich über ein Jahr lang durch Cafés und Restaurants geschlemmt hatte, wurde ich irgendwann von der Erkenntnis gepackt, dass ich doch auch die ein oder andere kulinarische Erinnerung mit aus Portugal nehmen muss,sollte sich meine Zeit in diesem wunderbaren Land einmal zu Ende neigen. Und so kam es, dass ich mich eines Nachmittags zusammen mit meinen lieben Mitbewohnern und der Mama unseres Betreuers in der Küche wiederfand und eine Lehrstunde in der Salame-Zubereitung erhielt.
 
Schoko-Salami
 
Das Rezept aus der Kategorie „Schlemmen ohne Backen“ ist simpel, in vielerlei Variationen verfügbar und erinnert ein bisschen an Kalten Hund. Wer Schokoladiges liebt, der wird auch die Salame de chocolate lieben. Eine tolle Variante der klassischen Salame de chocolate habe ich auf dem Blog „Cinco Quartos de Laranja“ entdeckt und diese heute zu meinem neuen Lieblingsrezept auserkoren. 

(mehr …)

Besuche mich auf Instagram @fernwehkueche