#Projekt Zuckerfrei – Phase 1 ist geschafft!

Misc | 15. April 2018 | By

Ihr Lieben, dieser Bericht ist schon lange überfällig! Jedoch will ich es mir nicht nehmen lassen und erzählen, wie es mir nach 30 Tagen Zuckerdetox so ergangen ist! Nach unserem Porto-Urlaub, während dem ich mich für eine bewusste Pause vom Zuckerfasten entschieden habe, ist es höchste Zeit meinen Erfahrungsbericht für Phase 1 fertigzustellen. Ganz ehrlich: Nach der kleinen Auszeit, habe ich mich direkt wieder nach einer neuen Zucker-Detox Woche gesehnt, kein Witz! Die Zucker-Entwöhnung hat mir wirklich gut getan und nachdem ich während des Urlaubs hier und da wieder Zucker zu mir genommen habe, habe ich immer öfters festgestellt: Eigentlich geht es ohne so viel besser!  

Projekt Zuckerfrei - Vitales Nussbrot

Zuckerfreier Rezeptliebling – Vitales Nussbrot: Klicke auf das Bild, um zum Rezept zu gelangen 

Was hat sich Dank des Zuckerverzichts verändert?

Glücklich und stolz kann ich sagen: Ganz viel! Zunächst einmal fiel mir der Zucker-Entzug recht leicht und Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Erschöpfung und schlechte Laune habe ich zum Glück nicht durchmachen müssen. Müde und träge war ich ohnehin schon, daher konnte es eigentlich nur noch bergauf gehen 😉 

Es gibt bereits viele Artikel im Netz, die genau beschreiben was mit deinem Körper passiert, wenn du eine Zeit lang auf Zucker verzichtest. Ein paar Worte zu den Punkten, die mir am wichtigsten sind:

  • Ich fühle mich besser, vitaler und ausgeglichener: Der Hauptgrund, weshalb ich mich für die Challenge entschieden habe war meine ständig anhaltende Müdigkeit und Trägheit. Schon während der ersten Woche der Challenge habe ich mich wesentlich fitter und ausgeglichener gefühlt. Fast so als ob da jemand ein großes Päckchen Balast von meinen Schultern gestreift hat. Außerdem blieb das berühmt-berüchtigte Mittagstief auf der Arbeit aus, was ich wirklich sehr zu schätzen gelernt habe.  
  • Ich schlafe besser: Die Nächte wurden sehr schnell ruhiger, ich habe mich nicht mehr so viel im Schlaf hin und her gewälzt und bin zwischendurch aufgewacht, was über die letzen Monate leider viel zu häufig vorkam. Durch die Ernährungsumstellung ging es mir abends bzw. nachts wesentlich besser und ein ruhiger Schlaf ist die reinste Wohltat für das eigene Wohlbefinden!
  • Die Pfunde purzeln: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass dies ein ungewollter aber netter Nebeneffekt der Challenge ist. Insgesamt habe ich während der ersten Phase 4-5 kg verloren und werde mich nicht beklagen, wenn die Pfunde weiter purzeln 😉 
  • Die Haut wird reiner: Bye bye Make-Up und Abdeckstift, hallo schöne, strahlende Haut! Wer freut sich nicht über eine reine Haut? Die Poren werden feiner und die Haut beginnt zu strahlen. Zucker wirkt entzündungsfördernd. Irgendwo im Netz habe ich mal von einer Studie gelesen, bei der die Teilnehmer, die normalerweise keine Soft-Drinks zu sich nehmen, über drei Wochen lang jeden Tag eine Dose Cola trinken sollten. Während dieser Zeit hat sich das Hautbild um 87 % verschlechtert. Wer also etwas gegen unreine Haut und nervtötende Pickel unternehmen möchte, sollte unbedingt den Zuckerkonsum runter schrauben. 
  • Bessere Darmgesundheit: Wer selbst schon mal unter Verdauungsproblemen gelitten weiß, dass eine schlechte Verdauung einen ganz schön runterziehen kann. Ein übermäßiger Zuckerkonsum bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht und kann zu Verdauungsproblemen angefangen von einem Völlegefühl über Verstopfungen und Blähungen führen. Dank der tollen zuckerfreien Gerichte, die ich während der Challenge genießen durfte, wurde die Verdauung ordentlich angekurbelt und dies hat insgesamt dazu geführt, dass ich mich endlich wieder fitter und vitaler geführt habe.  
  • Finger weg von ‚bösen Lebensmitteln‘ und langfristige Alternativen suchen: Wenn man erst mal anfängt die Etiketten zahlreicher Artikel im Supermarkt zu studieren, wird einem sehr schnell vor Augen geführt, dass man um Zucker heutzutage fast nicht mehr herum kommt. Ich war anfangs wirklich geschockt, als ich mir dies vor Augen geführt habe. Das  Fertigprodukte nur so vor Zucker strotzen war mir bereits bewusst, aber dass z.B. auch in Gemüsebrühe und Gewürzen Zucker enthalten ist, hat mich dann doch ein bisschen erschreckt. Okay, das sind ja auch Fertigprodukte, aber hier hätte ich dies eben nicht vermutet. Ich habe zum Glück relativ schnell herausgefunden, wo die zuckerfreien Alternativen aufzufinden sind und habe erst einmal meine Küchenschränke nach ‚gut‘ und ‚böse‘ sortiert. Da ich kein Fan von Lebensmittelverschwendung bin, werde ich die Produkte nicht einfach wegschmeißen sondern diese sehr bewusst einsetzen. Sobald diese jedoch aufgebraucht sind, werde, diese auf jeden Fall ersetzt. So kommt bei mir z.B. nur noch zuckerfreie Gemüsebrühe in den Einkaufswagen und wenn die Zeit es erlaubt, wird diese selbst zubereitet.   
  • Das Geschmacksempfinden ändert sich: Eines der Ziele der Challenge war es die Geschmacksnerven zu sensibilisieren, was bei mir vorzüglich geklappt hat. Inzwischen habe ich eine ganz neue Auffassung von ’süß‘ und teste aus, wo meine persönliche Toleranzen liegen. Während der Challenge habe ich bereits bemerkt, dass Obst auf einmal sehr süß schmeckt und dass dieses als Süße für mein (zuckerfreies) Müsli oder Joghurt vollkommen ausreicht. Früher gabs zum Frühstück immer ein Marmeladenbrot. Käse und Wurst haben mir zum Frühstück nie geschmeckt und auch bei einem tollen Brunch, musste ich immer mit etwas Süßem starten um das Herzhafte genießen zu können. Doch durch die Challenge konnte ich viele Nahrungsmittel, die ich früher sehr geliebt habe, nicht mehr genießen, da ich nur noch den Zucker rausgeschmeckt habe. Während des Urlaubs gab es am ersten Tag z.B. das traditionelle Marmeladenbrot. Ein Biss vom Brot und es kam mir so vor als würde ich puren Zucker gurgeln, igitt! Die nächsten Tage gab’s dann Käsebrot zum Frühstück 😉  Ich könnte jetzt noch viele weitere Beispiele aufzählen, bei denen es mir ähnlich erging. All diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, dass es mir sehr leicht fällt auf ‚böse‘ Lebensmittel zu verzichten. Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich auf irgendetwas verzichten müsste, denn ich esse ja nur das was mir tatsächlich schmeckt.  
  • Es macht unheimlich Spaß, seine Ernährung selbst in die Hand zu nehmen: Dank der Challenge habe ich neue Lebensmittel und viele tolle Rezepte kennen gelernt, die unglaublich gut geschmeckt haben. Ich koche und backe für mein Leben gern und je mehr Abwechslung in der Küche, desto besser! Durch die Challenge habe ich gelernt, wie wichtig es ist die Ernährung selbst in die Hand zu nehmen. Nur so kannst du dir sicher sein was tatsächlich in deinem Essen landet und kannst selbst bestimmen, wie viel Zucker du zu dir nehmen möchtest. Ein paar meiner neuentdeckten zuckerfreien Lieblinge habe ich bereits hier verbloggt, Da ich auch in Zukunft verstärkt auf eine zuckerfreie Ernährung setzen möchte, werde ich dran bleiben, weiterhin neue Rezepte ausprobieren und diese Kategorie weiter ausbauen. 
Kakao-Hirse-Porridge

Zuckerfreier Rezeptliebling – Kakao-Hirse-Porridge: Klicke auf das Bild, um zum Rezept zu gelangen 

Welchen Herausforderung musste ich mich während der ersten 30 Tage stellen? 

Wie dir wahrscheinlich aufgefallen ist, ist meine Resonanz zum Projekt Zuckerfrei durchweg positiv. Auch wenn mir der Verzicht auf Zucker leicht gefallen ist, will ich trotzdem offen über die Herausforderungen während der ersten 30 Tage reden. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mir alles leicht von der Hand gegangen ist. 

  • Planen, planen, planen: Planung ist das A&O um gut durch die zuckerfreie Zeit zu kommen. Du solltest dir bereits vorab überlegen, welche Gerichte du im Laufe der Woche zubereiten möchtest und dafür entsprechend einkaufen. Außerdem ist es wichtig, dass du dir auch Ideen für Zwischenmahlzeiten bzw. Snacks überlegst. Ein zuckerfreier Speiseplan sieht 5 Mahlzeiten am Tag vor, um ‚Hungerlöcher‘ und Hungerattacken zu vermeiden. Für die Zwischenmahlzeiten muss genau so geplant werden, wie für die Hauptmahlzeiten. Auch wenn ich Projekt Manager bin und mir Planung im Blut liegt – hin und wieder hat mich dieser Faktor ganz schön gestresst. Während der Challenge habe ich oft auf Meal Prep gesetzt und immer doppelte Mengen gekocht, sodass nicht nur für das Abendessen gesorgt war, sondern auch eine weitere Portion übrig war, die ich für das Mittagessen ins Büro mitgenommen habe. Snacks habe ich am Wochenende als Wochenration vorbereitet und diese dann mitgenommen. Aber nach einem anstrengenden und stressigen Arbeitstag viel es mir manchmal echt schwer, mich nochmal aufzuraffen und zu kochen. Ganz besonders gestresst habe ich mich gefühlt, wenn ich an den Wochenenden unterwegs war oder zum Essen eingeladen wurde. Hier habe ich mir oftmals viel zu viele Gedanken gemacht und hatte das Gefühl, dass jeder Tag genau durchgeplant werden muss um nicht in irgendeine Zuckerfalle zu tappen. Zum Glück hat sich gezeigt, dass am Ende alles halb so wild war.   
  • Restaurant besuche eher nicht: Während der Challenge habe ich versucht, so gut es geht Restaurantbesuche zu vermeiden. In der Gastronomie wird Zucker viel zu oft zum verfeinern von Speisen eingesetzt, ist in Soßen, Dips und Marinaden enthalten und es ist schwer eine verlässliche Aussage vom Service zu erhalten, welche Gerichte komplett zuckerfrei sind. Wer langfristig auf Zucker verzichten möchte wird hier wohl eher eine Ausnahme machen müssen. Wer Tipps für zuckerfreie Restaurants in Freiburg hat, gerne her damit! 
  • Gut informiert sein: Zucker hat hunderte von Namen und oftmals lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen, hinter welchem Begriff Zucker sich versteht. Während Begriffe wie Dextrose, Glukose, Fructose sich leicht auf Zucker zurückführen lassen, wird es bei Begriffen wie Maltose, Maltodextrin, Weizendextrin oder Gerstenmalz dann wieder etwas schwieriger. Während der Challenge ist bei mir im Zweifelsfall das Produkt einfach nicht in den Einkaufswagen gewandert, aber das ein oder andere Mal ist es schon passiert, dass ich versehentlich Zucker zu mir genommen habe und dies erst nach dem Essen herausgefunden habe. Um nicht in die Zuckerfalle zu tappen ist es wichtig gut informiert zu sein. Aber jetzt mal ehrlich: Wer hat schon Zeit im Supermarkt das Etikett jedes einzelnen Produkts zu studieren und die Liste aller Zuckerbezeichnungen durchzugehen?  

 

Laddu

Zuckerfreier Rezeptliebling – Laddu: Klicke auf das Bild, um zum Rezept zu gelangen

Wie gehts jetzt weiter?

Mitte März befinde ging es mit Phase 2 der Challenge weiter. Während dieser Zeit wurde weiterhin auf Zucker und Zuckeralternativen verzichtet, allerdings durften stärkehaltige Lebensmittel wieder auf den Speiseplan. Mittlerweile ist die Challenge beendet und ich greife hin und wieder auf zuckerhaltige Lebensmittel zurück. Doch gerade dann, komme ich immer wieder einen Punkt an dem ich merke, dass ich mich eher schlecht als gut damit fühle. Diesbezüglich gehen mir gerade viele Gedanken durch den Kopf und ich muss für mich herausfinden, ob ich den Schritt gehen möchte und langfristig auf Zucker und Weizen verzichten möchte. Fest steht: Ich will auf jeden Fall dran bleiben und den Zucker so gut wie möglich aus meinen Alltag verbannen. Ich bin jedoch noch im Zwiespalt, ob ich komplett darauf verzichten kann und werde oder ob ich eher auf eine 80/20 Regel setzen sollte. Ich denke, dass eher Zweiteres der Fall sein wird. Für meine Fernwehküche wird es vermutlich einige Ausnahmen geben, aber auch hier will ich mit zuckerfreien Rezepten experimentieren und meine Erfahrungen mit euch teilen. Ich denke, es ist einfach wichtig dran zu bleiben und ich muss für mich herausfinden, was am Besten für mich funktionieren wird. 

Nussriegel

Zuckerfreier Rezeptliebling – Superfood Nussriegel: Klicke auf das Bild, um zum Rezept zu gelangen

Wie stehst du dazu? Könntest du dir vorstellen langfristig auf Zucker verzichten oder hast dich sogar schon dazu entschieden? Ich bin über jeden Tipp und Ratschläge dankbar und freue mich mit diesem Schritt ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Hab noch einen wunderschönen Sonntag!

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